Finanzen

Eon schreibt im ersten Halbjahr Milliardenverlust

Lesezeit: 1 min
10.08.2016 09:38
Der deutsche Energieversorger Eon hat für das erste Halbjahr einen hohen Verlust ausgewiesen. Wertberichtigungen und Rückstellungen seien maßgeblich dafür gewesen, erklärte das Unternehmen. Die Schulden stiegen wegen Rückstellungen für Pensionen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weiter an.
Eon schreibt im ersten Halbjahr Milliardenverlust

Der Energiekonzern Eon hat im ersten Halbjahr einen Verlust von drei Milliarden Euro verbuchen müssen. Grund für den „hohen Konzernfehlbetrag“ seien Wertberichtigungen auf Kraftwerke und Gasspeicher gewesen sowie Rückstellungen für die Tochtergesellschaft Uniper, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Die Wertberichtigungen schlugen demnach mit 2,9 Milliarden Euro zu Buche und die Rückstellungen für drohende Verluste bei Uniper mit 900.000 Euro.

Finanzchef Michael Sen zeigte sich dennoch zufrieden. „Eon hat im ersten Halbjahr ordentliche Geschäftszahlen in einem anhaltend schwierigen Umfeld vorgelegt“, erklärte er. Dem Konzern zufolge lag der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bei 2,9 Milliarden Euro. Das waren zwölf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zugleich erhöhte sich den Angaben zufolge die Schuldenlast des Unternehmens von 21,3 auf 24,8 Milliarden Euro. Grund dafür war demnach vor allem „die Erhöhung von Pensionsrückstellungen aufgrund des nochmals gesunkenen Zinsniveaus“. Eon hatte Uniper für sein Altgeschäft zu Jahresbeginn gegründet. Während beim Tochterunternehmen die konventionelle Stromproduktion angesiedelt ist, konzentriert sich Eon auf erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen.

Auch das Atomgeschäft verbleibt auf Druck der Politik beim Mutterkonzern. Uniper soll im September an die Börse gehen. Die Vorbereitungen dafür lägen „voll im Plan“, erklärte Eon am Mittwoch. Sowohl die Mutter als auch die Tochter gewännen mit dem Börsengang „größeren strategischen und unternehmerischen Freiraum“ und könnten sich „ganz auf ihre jeweiligen, sehr unterschiedlichen Märkte konzentrieren“.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Marktbericht
Marktbericht Mit digitalem Gold auf Erfolgskurs

Die Vervielfachung der Geldmenge hat enorme Auswirkungen. Die Inflation ist nicht mehr aufzuhalten. Auf der anderen Seite zeichnet sich...

DWN
Politik
Politik Alarm in Frankreich: Astrazeneca-Impfstoff hat mehr Nebenwirkungen als vermutet

Mehreren Berichten zufolge hat der Astrazeneca-Impfstoff stärkere Nebenwirkungen als bisher vermutet. Mehrere französische Krankenhäuser...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenverband-Studie: Kreditnachfrage der Unternehmen rückläufig

Die Banken in Deutschland rechnen mit einer weiterhin schwachen Kreditnachfrage.

DWN
Politik
Politik Merkel will digitalen EU-Impfpass in den nächsten drei Monaten

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass der digitale EU-Impfpass bis zum Sommer entwickelt werden kann.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Börse wurde in einen Zirkus verwandelt

Die Finanzwelt hat sich meilenweit von der Realwirtschaft entfernt. Die Gründe für diese Entwicklung sind einfach – und erschreckend...

DWN
Deutschland
Deutschland Intensivmediziner fordern Lockdown-Verlängerung bis April

Eine ansteckendere Corona-Variante breitet sich aus, gleichzeitig sind Lockerungen geplant: Aus Sicht deutscher Intensivmediziner dürfte...

DWN
Politik
Politik Markus Söder verteidigt umstrittenen Astrazeneca-Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht angesichts der Zurückhaltung gegenüber dem umstrittenen Astrazeneca-Impfstoff...

DWN
Politik
Politik Lassen Mitglieder der Bundesregierung kritische Journalisten ausspähen?

Einem Bericht zufolge ließ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Journalisten „ausforschen“. Der Deutsche Journalisten-Verband ist...

DWN
Politik
Politik China behauptet: Menschenrechte werden vom Westen als Instrument politischer Manipulation eingesetzt

Chinesische Staatsvertreter sind empört über westliche Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen. Diese Länder sollten sich angesichts...

DWN
Politik
Politik Ostdeutsche Ministerpräsidenten für Ende der Russland-Sanktionen

Nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer haben Sanktionen als Instrument der Politik keine Zukunft. Und laut Sachsen-Anhalts...

DWN
Politik
Politik Corona-Masken-Affäre: Razzia bei Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Der Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Georg Nüßlein, steht nach Angaben der „Bild-Zeitung“ im Verdacht, einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Hamburger Hafen lässt die Krise hinter sich

Im Hamburger Hafen kommt der Seegüterumschlag nach dem Corona-bedingen Einbruch wieder in Fahrt. Denn sein größter Handelspartner China...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chemnitzer Tec-Schmiede bekämpft mit Anti-Fälschungs-Code afrikanische Malaria-Mafia

In Afrika hat sich eine Mafia herausgebildet, die Milliarden an gefälschten Medikamenten verdient. Jetzt hat ein deutscher Mittelständler...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Ausverkauf geht weiter: Nächster deutscher Hightech-Konzern wird vom Ausland übernommen

Trotz ständigen Bekundungen der Bundesregierung, strategisch wichtige Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland zu schützen, geht der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zwischen Russland und Saudi-Arabien bahnt sich ein neuer Ölpreis-Krieg an

Im März findet das nächste Treffen der OPEC + statt. Während Saudi-Arabien die Öl-Produktion weiter drosseln will, plädiert Russland...