Politik

Ausverkauf in Portugal: Investoren bekommen Staatsbürgerschaft geschenkt

Lesezeit: 1 min
01.03.2013 02:04
Investoren bekommen die portugiesische Staatsbürgerschaft künftig als Mitgift: Wer eine Million Euro investiert oder Arbeitsplätze schafft, bekommt einen Reisepass. Sprachkenntnisse und Aufenthalt im Land sind nicht erforderlich.
Ausverkauf in Portugal: Investoren bekommen Staatsbürgerschaft geschenkt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wie das niederländische Portal bnr.nl aktuell berichtet, hat man in Portugal einen neuen Weg eingeschlagen, um ausländische Investoren ins Land zu locken. Die einfache Rechnung, die in der hiesigen Bevölkerung mittlerweile als „Goldenes Visum“ bezeichnet wird: Wer mehr als eine Million Euro in eine portugiesische Gesellschaft investiert, bekommt einen portugiesischen Pass.

Das angeschlagene Portugal will sich künftig vor allem auf reiche Immigranten konzentrieren. Und das Angebot ist nicht schlecht: Mit dem nun in Aussicht gestellten Pass steht den Investoren nicht nur Portugal offen, sondern quasi die gesamte Europäische Union. Um einen portugiesischen Pass zu erhalten, gebe es zudem auch die Möglichkeit, mindestens 30 Arbeitsplätze zu schaffen oder eine Immobilie im Wert von 500.000 Euro zu erwerben.

Zunächst erhalten die Investoren ein „Initial“-Visum für zwei Jahre. Bleibt das Kapital länger als fünf Jahre im Land, kann daraus eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder gar ein Pass hervorgehen. Vor allem Türken sollen bnr.nl zufolge ein großes Interesse hegen. Mit der portugiesischen Aufenthaltsgenehmigung könnten sie sich theoretisch nämlich auch in einer anderen europäischen Stadt niederlassen. Entsprechend kritisch wird Portugals Initiative von anderen europäischen Ländern betrachtet. Das Gesetz wurde von Portugals Staatschef Aníbal Cavaco Silva bereits im vergangenen Oktober verabschiedet und zielt neben türkischen Investoren auch auf Geldgeber aus den ehemaligen Kolonien Brasilien, Angola oder Mosambik.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Insider: EZB-Inflationsziel soll zeitnah angehoben werden

Bei der EZB herrscht Einigkeit darüber, dass das derzeitige Inflationsziel von "unter, aber nahe 2 Prozent" ausgedient hat. Die Bürger...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nächster Preis-Boom? Bei Rohstoffen droht der nächste Super-Zyklus

Einem Top-Investor zufolge könnte bei Rohstoffen der nächste preisliche Super-Zyklus eintreten. Die Preise könnten sogar künstlich in...

DWN
Politik
Politik Wie die USA mit einem „impotenten“ Projekt Chinas Neue Seidenstraße aushebeln wollen

Die USA wollen angeblich mit der „B3W“-Initiative die chinesische Neue Seidenstraße aushebeln. Doch die Wahrheit ist, dass die...

DWN
Finanzen
Finanzen Cannabis auf Rezept: Gegen diese Krankheiten wirkt die Heilpflanze

Cannabis ist vielen nur als Droge bekannt. Dabei nutzen Menschen das Kraut seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze. Seit 2017 können...

DWN
Politik
Politik Spanien begnadigt katalanische Separatisten unter Auflagen

Die spanische Regierung von Pedro Sanchez hat ungeachtet des Widerstands in der Bevölkerung alle neun verurteilten Anführer der...

DWN
Politik
Politik Philippinen: Präsident Duterte droht Impfverweigerern mit Gefängnis

"Wenn Sie sich nicht impfen lassen wollen, werde ich Sie festnehmen lassen", sagte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte in einer...

DWN
Deutschland
Deutschland DWN-SERIE PARTEIENPROGRAMME: CDU und CSU sind gegen eine europäische Schuldenunion

Aus dem Wahlprogramm der CDU/CSU geht hervor, dass es auch künftig keine EU-Schuldenunion geben soll.

DWN
Politik
Politik Marc Friedrich: Die Bundesregierung probte schon 2012 den Umgang mit Corona

Marc Friedrich geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht.