Kontrolle für Europa: Obama schickt erstmals Berater zu EU-Gipfel

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
22.05.2012 10:54
US-Präsident Barack Obama wird zunehmend nervös: Die chaotischen Zustände in Europa gefährden seine Wiederwahl im November. Daher gibt es beim nächsten EU-Gipfel eine Premiere: US-Beraten sollen den Europäern auf ihrem Weg aus der Krise helfen.
Kontrolle für Europa: Obama schickt erstmals Berater zu EU-Gipfel

Benachrichtigung über neue Artikel:  

„Es ist am wichtigsten, dass Europa bemerkt, dass dieses Euro-Projekt mehr als nur eine Währung umfasst“, sagte Barack Obama im Anschluss an den NATO-Gipfel am Montagabend. Es bedürfe einer „effektiveren Koordinierung“ bei der Steuer- und Wachstumspolitik. „Kraftvolles Handeln ist ein besseres Herangehen als mit kleinen Häppchen", fügte er hinzu. Die Europäer müssten zum Schutz für angeschlagene Länder entsprechende Firewalls installieren, die Banken rekapitalisieren und die geforderte Haushaltskonsolidierung um eine Wachstumsstrategie ergänzen. Gut gemeinte Ratschläge, die allerdings in keinster Weise neu sind – Obama wiederholt lediglich, was seit Monaten diskutiert wird. Da braucht es schon mehr, um die Regierunden der Euroländer aus der Schuldenkrise zu führen.

Doch Barack Obama hat keine andere Wahl als sich auf diese Art noch einmal nach dem G8-Gipfel und dem NATO-Treffen zu äußern. Die Krise in Europa und der Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft stehen derzeit im Fokus angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahlen in den USA. Barack Obama muss Stärke und Durchsetzungswillen demonstrieren. „Was in Griechenland passiert, hat auch Folgen hier in den Vereinigten Staaten.“ Und so will er Berater zum informellen EU-Gipfel am Mittwoch in Brüssel vorbeizuschicken. „Wir haben angeboten, für Konsultationen anwesend zu sein, um jede nur mögliche, technische Assistenz zur Verfügung zu stellen und einige Aspekte durchzuarbeiten, wie wir die Finanzmärkte stabilisieren können.“ Ausgerechnet die USA mit ihren Ratingagenturen bieten nun Hilfe zur Stabilisierung der Finanzmärkte an!



DWN
Finanzen
Finanzen Investoren blicken mit Sorge auf noch unerfahrenes Team von EZB-Chefin Lagarde

Nicht nur die neue Präsidentin Christine Lagarde, sondern mehr als die Hälfte der Mitglieder im mächtigen EZB-Direktorium sind noch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die zehn großen Risiken für die Weltwirtschaft im Jahr 2020

Die Weltwirtschaft wird 2020 weiter wachsen, sagt Anatole Kaletsky voraus. Aber: Das globale Wachstum sei auch Risiken ausgesetzt, warnt...

DWN
Politik
Politik Korruption bei der UN in Afrika: Wer am meisten zahlt, darf nach Europa

Das Umsiedlungsprogramm der UN-Organisation UNHCR wird von einem Korruptionsskandal erschüttert. Demnach besorgten Mitarbeiter in Afrika...

DWN
Politik
Politik Libyen: Haftar lässt Ölproduktion blockieren, Öl wird teurer

Trotz der Libyen-Konferenz in Berlin haben die Truppen des libyschen Warlords Haftar zwei große Ölproduktions-Stätten in Libyen...

DWN
Politik
Politik Die Berliner Libyen-Konferenz: Zu viele Köche verderben den Brei

Die von der Bundesregierung ausgerufene Libyen-Konferenz in Berlin hat einen Friedensplan hervorgebracht. Doch ob sich dieser jemals...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Klima-Ziele: CO2-arme Schiffsantriebe kosten eine Billion Dollar

Einer Studie zufolge müssen sich die weltweiten Investitionen in CO2-arme Schiffsantriebe auf über eine Billion Dollar belaufen, damit...

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler-Chef mahnt Arbeiter vor Tarifverhandlungen zur Mäßigung

Daimler bereitet sich auf Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften vor. Konzernchef Källenius mahnt die Arbeitnehmer-Vertreter schon im...

DWN
Deutschland
Deutschland Hessen: Steuerfahnder müssen künftig kugelsichere Westen tragen

In Hessen nimmt die Gewalt gegen Steuerfahnder zu. Deshalb müssen die Beamten künftig im Rahmen ihrer Einsätze kugelsichere Westen...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt geht seinem Ende entgegen

Die Zahl der Beschäftigten ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 400.000 gestiegen. Dabei haben sich auch die Bruttolöhne...

DWN
Deutschland
Deutschland Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland zahlen den Spitzensteuersatz

Immer mehr Arbeitnehmer zahlen in Deutschland den Spitzensteuersatz, der für Top-Verdiener gedacht ist. Nach neuesten Zahlen gehörten...

DWN
Politik
Politik Nur wenige Linksextremisten nutzen bundesweit erstes Aussteigerprogramm

In NRW haben bisher nur wenige Linksextremisten das bundesweit erste Aussteigerprogramm genutzt.

DWN
Politik
Politik China führt Schwarze Liste deutscher Unternehmen

Die chinesische Regierung führt eine Schwarze Liste mit angeblichen Verstößen deutscher Unternehmen im Land.

DWN
Finanzen
Finanzen CDU fordert Vermögensprüfung bei Bezug von Grundrente

Die CDU sträubt sich gegen die Einführung einer Grundrente ohne Vermögensprüfung. Die Grundrente, die aus Steuermitteln finanziert...

DWN
Politik
Politik Trumps Drohnen-Angriff auf Soleimani: Die ganze Wahrheit

DWN-Analyst Michael Bernegger zeigt die wahren Gründe auf, warum Präsident Donald Trump den iranischen General Qassem Soleimani töten...

celtra_fin_Interscroller