Frankreich macht Druck: Hollande drängt Monti zu Rettungspaket

Um den Spekulationen an den Märkten entgegenzuwirken, soll der italienische Premier Mario Monti Hilfe vom Rettungsfonds beantragen. Dazu soll Francois Hollande der italienischen Premier eindringlich geraten haben. Monti wird indes zunächst einmal mit dem EZB-Chef und Landsmann Mario Draghi sprechen.

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Mittlerweile scheint unter einigen führenden Politikern die Devise zu gelten, je früher wir Spanien und Italien zu einem Bailout bringen, umso besser – wenngleich gar nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen (mehr hier). Wie die italienische Zeitung la Repubblica berichtet, soll der französische Präsident, Francois Hollande, Mario Monti dazu gedrängt haben, ein Rettungspaket für sein Land zu beantragen.

Francois Hollande verfolgt diese Strategie auch in Spanien. Mariano Rajoy soll er ebenfalls zu einer solchen Maßnahme nachdrücklich geraten haben (ein volles Rettungspaket für Spanien ist noch immer nicht vom Tisch – hier). Der französische Präsident versucht, Frankreich selbst vor der Spekulation an den Finanzmärkten zu schützen, indem er Italien und Spanien zu einem Bailout bewegen will.

Mario Monti, der in der Vergangenheit einen Bailout nicht gänzlich ausgeschlossen hat, ein solches Rettungspaket aber auch nicht wirklich in naher Zukunft in Erwägung ziehen möchte, ist la Repubblica zufolge von Francois Hollandes ausgeübten Druck nicht begeistert. So werde Mario Monti am Montag wahrscheinlich zunächst einmal mit dem EZB-Chef Mario Draghi sprechen, so die Zeitung.