IWF: Italien soll Bailout beantragen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
17.10.2012 15:25
Der IWF geht davon aus, dass nicht mehr viele Schritte fehlen, bis die Krise in der Eurozone überwunden sein wird. Nun soll jedoch Italien gemeinsam mit Spanien ein Bailout bentragen, um sich zu einem weiteren Sparprogramm zu verpflichten.
IWF: Italien soll Bailout beantragen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Griechischer Finanzminister – Ohne nächste Tranche werden wir ersticken

Der Internationale Währungsfond plant offenbar auch ein Hilfspaket für Italien. Geht es nach dem Fonds, würde Italien gemeinsam mit Spanien um einen Bailout anfragen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

In einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Corriere della Sera sagte der Chefökonom des IWF, Olivier Blanchard, er halte kurzfristig ein Programm für die beiden Länder für notwendig: „Dieses würde nicht nur den andauernden Anpassungsprozess innerhalb der Länder vorsehen, sondern auch eine Garantie beinhalten, dass sie sich finanzieren können. Damit würden sie sich auch dazu verpflichten, ihre Zusagen zu erfüllen“, sagte Blanchard.

Er ist der Meinung, dass die Euroländer bereits beinahe alle nötigen Maßnahmen umgesetzt haben, um die Krise in der Eurozone bewältigen zu können. Ein Verpflichtendes Sparprogramm und die damit verbundene Finanzierungsmöglichkeit über die EZB, könnten dabei der letzte Schritt sein.

Der italienische Premierminister sagte in der vergangenen Woche, dass ein Bailout für Spanien ausreichen würde, um die Märkte zu beruhigen. Monti betonte noch, Italien würde selbst kein Kapital der EZB benötigen.

Blanchard hatte bereits früher mit seiner scharfen Kritik am Sparkurs in Europa für Aufregung gesorgt. Der IWF-Chefökonom wies dabei auf die negativen Folgen der strikten Sparmaßnahmen hin.

Nun ist er scheinbar auch im Falle Italiens anderer Meinung, als der Großteil der europäischen Politiker. Sie gehen davon aus, dass Italien wesentlich besser dasteht als Spanien. Mit der Forderung nach einem Hilfsprogramm für Italien und Spanien widerspricht Blanchard dieser These.

Wie der Guardian berichtet, äußerte der IWF auf seinem Jahrestreffen in Tokio seinen Unmut über die Unentschlossenheit bezüglich eines Bailouts für Spanien. Er hat Angst, dass Italien ebnfalss fallen könnte, sollte Spanien nicht stabilisiert werden können.

Mehr Themen:

Hollande: Deutschland ist nicht das einzige Land, das zahlt

Türkischer Minister: „Die EU ist die scheinheiligste Organisation der Welt“

Konflikt vor EU-Gipfel: Deutschland lehnt Euro-Budget ebenfalls ab


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie US-Verkehrsbehörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

Aufgrund mehrerer Unfälle, die offenbar durch ein Autopilot-System ausgelöst wurden, hat die US-Verkehrsbehörde eine Untersuchung gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Viele Banken werden wegen Blockchain sterben

Wie einst Amazon den Einzelhandel verändert hat, so werde die Blockchain-Technologie vermutlich das Bankensystem verändern, sagt Stephen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz positiver PR-News: Irritationen um den deutschen Schiffbau

Die deutschen Schiffbauer konzentrieren sich schon lange auf den Bau von Nischenprodukten wie Fähren und Luxusschiffe. Denn die Konkurrenz...

DWN
Politik
Politik Geheimdienst-Gipfel in Moskau: Kommt jetzt das Bündnis zwischen Erdogan und Assad?

In Moskau fand ein türkisch-syrischer Geheimdienst-Gipfel statt. Offenbar bahnt sich eine enge Kooperation zwischen der Türkei und Syrien...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Wirtschaft wächst so langsam wie seit 29 Jahren nicht mehr

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent gewachsen, was der tiefste Wert seit 29 Jahren ist.

DWN
Politik
Politik Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer

Frankreichs Präsident Macron hat die Entsendung eines Flugzeugträgers in das östliche Mittelmeer verkündet. Aus einer Übersicht geht...

DWN
Politik
Politik Lebensarbeitszeit: Massive Unterschiede in Europa

Die massiven Unterschiede bei den erwarteten Lebensarbeitszeiten in der EU und angrenzenden Ländern lassen sich vor allem auf die...

DWN
Deutschland
Deutschland Die deutsche Polizei setzt auf Autos von Volkswagen

Bei der deutschen Polizei kommen vor allem Autos der Marke Volkswagen zum Einsatz. Passat und VW-Bus sind besonders beliebt.

DWN
Politik
Politik Pentagon veröffentlicht neues Strategiepapier zur Eindämmung Russlands auf Europas Energiemarkt

Aus einem Strategiepapier der Pentagon-Denkfabrik Rand geht hervor, wie Russlands Rolle auf dem europäischen Energiemarkt zurückgedrängt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kindergeld: Über 370 Millionen Euro fließen ins Ausland

Im Jahr 2018 sind über 370 Millionen Euro an Kindergeld ins EU-Ausland geflossen. Die Kommunen beklagen zahlreiche Betrugsfälle.

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche misstrauen der Geldpolitik, bunkern Bargeld und Gold

Tresorhersteller und Anbieter von Schließfächern verzeichnen eine extreme Nachfrage. Denn in dem Bemühen, ihr Vermögen vor den Folgen...

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Großbritannien: Deutschlands EU-Beitrag steigt um 14 Milliarden Euro

Nach dem Brexit wird Deutschlands EU-Beitrag um jährlich 14 Milliarden Euro auf etwa 39 Milliarden Euro steigen.

DWN
Finanzen
Finanzen Weltgrößter Hedgefonds erwartet neue Rekorde beim Goldpreis

Vor dem aktuellen Hintergrund könnte der Goldpreis bis Ende des Jahres um 30 Prozent steigen, sagt Greg Jensen, Chief Investment Officer...

DWN
Finanzen
Finanzen USA setzen Schweiz auf Watchlist wegen Manipulation des Franken

Die USA haben die Schweiz auf eine Beobachtungsliste von Staaten gesetzt, die sie der Währungsmanipulation beschuldigen, und fordern von...

celtra_fin_Interscroller