Politik

Staubsauger-Spionage: Chinesischer Bosch-Mitarbeiter soll Briten beklaut haben

Der britische Staubsauger-Hersteller Dyson HQ hat einen seiner Mitarbeiter beschuldigt, Pläne über eine neue Staubsauger-Technologie gestohlen und an die deutsche Firma Bosch verkauft zu haben. Der chinesische Mitarbeiter habe vorher für Bosch gearbeitet. Die deutsche Firma bestreitet den Vorfall.
25.10.2012 10:51
Lesezeit: 1 min

Aktuell: EU-Beamter: Weitere Milliarden-Hilfe für Griechenland geplant

Der Fall dieser Industriespionage führt aus Großbritannien über Deutschland nach China. Ein ehemaliger Mitarbeiter der britischen Firma Dyson HQ wird beschuldigt, die Pläne einer neuartigen Staubsaugertechnologie gestohlen zu haben. Diese habe er dann zuerst an die deutsche Konkurrenzfirma Bosch und später auch an einen chinesischen Motorenhersteller verkauft.

Die Firma Dyson hat mittlerweile Klage eingereicht. Der chinesische Mitarbeiter soll 11.000 Pfund für die Industriespionage von Bosch über einen Zeitraum von über zwei Jahren bekommen haben, lautet die Anschuldigung. Bei dem Diebstahl handelt es sich um eine 100 Millionen Pfund Technologie bürstenloser Hochleistungsmotoren, die den Antrieb für die Staubsauger darstellen, berichtet Reuters.

Dysons Forschungs- und Entwicklungsdirektor Mark Taylor meldete sich in einer Stellungnahme zu Wort: „Boschs Vize-Präsident für Maschinenbau hat einen ehemaligen Ingenieur von Dyson angestellt und dadurch von unserem technologischen Know-How profitiert“. Diese Motorentechnologie sei der Schlüssel zum Erfolg.  „Wir haben über 15 Jahre lang und 100 Millionen Pfund in die Entwicklung der Hochleistungsmotoren investiert. Wir verlangen die umgehende Rückgabe unseres intellektuellen Eigentums“.

Der Ankläger musste sich schon in über 500 Fällen gegen Industriespionage aus mehr als 30 Ländern zur Wehr setzen. Die neuartigen Motoren sind rechtlich geschützt und benutzen eine digitale Impuls-Technologie in ihren Mikro-Chips. Die Motoren können bis zu 100.000 Umdrehungen pro Minute leisten. Die Firma Bosch bestreitet die Vorwürfe, obwohl sie zugibt, dass der Beschuldigte einen Vertrag als Berater für Gartengeräte bei Bosch hat, der bereits vor dem Arbeitsverhältnis von Dyson HQ bestand.

Weitere Themen:

Schweiz: Massiver Gewinneinbruch bei Credit Suisse

Merkel schlägt Soli für Euro-Zone vor

Angst vor China-Crash: Pimco zieht sich aus Schwellenländern zurück

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik Friedensgespräche: Putin und Selenskyj – weshalb die Gegner nicht zusammenfinden
29.08.2025

Die Erwartungen an neue Friedensgespräche zwischen Putin und Selenskyj sind groß, doch Hindernisse bleiben massiv. Misstrauen,...

DWN
Finanzen
Finanzen BYD-Aktie bricht ein: Gewinnserie beim chinesischen E-Autobauer reißt – Preiskrieg belastet den Marktführer
29.08.2025

BYD legt Halbjahreszahlen vor – und überrascht mit einem Rekordumsatz, aber auch dem ersten Gewinneinbruch seit Jahren. Anleger fragen...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Drohnen-Start-up aus Bayern: Donaustahl erhöht Tempo bei Produktion und Finanzierung
29.08.2025

Das Drohnen-Start-up Donaustahl hat seinen Umsatz 2024 verdoppelt und will ab 2026 in Bayern eigene Drohnenmotoren fertigen. Rückenwind...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungslos trotz Job: Wohnungsnot betrifft in Deutschland zunehmend Erwerbstätige
29.08.2025

Die Wohnungslosenzahlen steigen in Deutschland rasant: 474.700 Menschen gelten aktuell als wohnungslos – das sind 8 Prozent mehr als...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflationsrate klettert auf 2,2 Prozent: "Inflation ist hartnäckiger als gedacht"
29.08.2025

Die Inflation in Deutschland bleibt ein zentrales Thema: Verbraucherpreise steigen, Kaufkraft sinkt und Ökonomen warnen vor anhaltender...

DWN
Politik
Politik Russland: Angriff auf Ukraine zerstört Hoffnung auf Friedensgespräche
29.08.2025

Ein russischer Luftangriff erschüttert die fragile Hoffnung auf Frieden im Ukraine-Krieg. Während in Kiew zahlreiche Opfer beklagt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zwischen Kontrolle und völliger Freiheit: Welcher Führungsstil ist vorteilhafter?
29.08.2025

In Zeiten, in denen Gehälter immer seltener das entscheidende Kriterium im Wettbewerb um Arbeitskräfte sind, müssen Arbeitgeber etwas...

DWN
Technologie
Technologie DKB-Störung: Kunden bundesweit vom Online-Banking und der App abgeschnitten
29.08.2025

Die Deutsche Kreditbank kämpft aktuell mit einer massiven Störung. Weder Login noch Überweisungen funktionieren zuverlässig – Kunden...