Nach dem Crash: Gold-Nachfrage explodiert weltweit

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
17.04.2013 19:49
Der Goldpreis ist in den vergangenen Tagen massiv gefallen. Die Nachfrage nach Gold nimmt jedoch rasant zu. In Australien stieg der Verkauf von Goldmünzen innerhalb von drei Monaten um 50 Prozent. Angesichts der Wirtschaftskrise und der Inflation flüchten die Anleger in das Gold.
Nach dem Crash: Gold-Nachfrage explodiert weltweit

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Goldpreis sank Anfang der Woche zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Unter anderem war der bevorstehende Verkauf des zypriotischen Goldes dafür ausschlaggebend (hier). Nichtsdestotrotz nimmt die Nachfrage danach nicht ab. Ganz im Gegenteil, Gold ist so beliebt wie lange nicht. Und zwar nicht nur im kriselnden Europa und den USA.

Wie die australische Zeitung The Age berichtet, sind beispielsweise die Goldverkäufe von Perth Mint, der älteste Münzprägeanstalt in Australien, massiv angestiegen. „Das Geschäftsvolumen unserer Verkäufe ist gegenüber dem aus der vergangenen Woche exzessiv um das Doppelte angestiegen“, zitiert The Age den Manager von Perth Mint, Nigel Moffatt. „Es gab Leute, die zur Tür herein rannten.“ Die Verkäufe von Goldmünzen bei Perth Mint sind innerhalb von drei Monaten um 49 Prozent auf 97.541 Unzen angestiegen.

Ähnliches spielt sich derzeit auch in China ab. Ein Geschäft in Peking beispielsweise verkaufte am Dienstag innerhalb von zwei Stunden 20 Kilogramm Gold, so zerohedge. In Japan haben Investoren ihre Goldkäufe am Dienstag beim zweitgrößten Händler für Edelmetalle, Tokuriki Honten, verdoppelt. Reuters zufolge fürchten die Investoren hier beispielsweise nach der expansiven Geldpolitik der japanischen Zentralbank ein massives Auseinanderdriften von Real- und Finanzwirtschaft.

Bereits am Dienstag berichtete außerdem Bloomberg, dass Goldkäufer in Indien derzeit die Geschäfte stürmen, um Gold-Schmuck und Münzen zu kaufen. Viele gehen hier davon aus, dass die Preise für Gold nach dem historischen Tief wieder anziehen werden und investieren entsprechend. „Es gab einen regelrechten Run auf das Gold, weil die Menschen nun Schmuck 15 Prozent günstiger kriegen als zuvor“, so der Inhaber eines Juweliers in Mumbai.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland „Deutschland spürt das Ende der Behaglichkeit“ – Warum Sie jetzt die DWN zum Vorteilspreis abonnieren sollten

Unser Redaktion zeigt auf, warum Sie nicht auf ein DWN-Abonnement verzichten sollten. Für das erste Jahr wird Ihnen ein besonderes Paket...

DWN
Technologie
Technologie Deutscher Auto-Analyst: "VW kann Tesla in jedem Fall überholen"

VW hat gerade damit begonnen, den Standort in Emden für die E-Produktion umzurüsten. Autoanalyst Frank Schwope von der Nord/LB erklärt...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank: US-Heuschrecke und Olaf Scholz bereiten Massenentlassungen vor

Dem US-Finanzinvestor "Cerberus" gehören nur wenige Prozent der Commerzbank. Dennoch will das für seine rüden Methoden bekannte New...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Fetisch CO2: Die EU zerstört die Wirtschaft - und hilft dem Klima damit kein bisschen

Sowohl in der Klima- als auch in der Wirtschaftskrise ergeht sich die EU in Aktionismus. Wie man beide Probleme im Gleichklang löst, zeigt...

DWN
Politik
Politik Spahn: Corona-Maskenpflicht „lieber drei Wochen zu spät“ aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut vor zu frühen Lockerungen beim Tragen von Alltagsmasken in der Corona-Krise gewarnt....

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenkrise vorerst abgewendet: Federal Reserve beendet Billionen-Interventionen im Repo-Markt

Die US-Zentralbank hat sich nach monatelangen aggressiven Interventionen aus dem Repo-Markt zurückgezogen. Ohne ihr Eingreifen wäre es...

DWN
Politik
Politik Widerstand der erstarkten Niederlande gegen geplanten EU-Aufbaufonds ist Heuchelei

Der niederländische Premier Mark Rutte stellt sich derzeit quer und droht, das geplante 750 Milliarden Euro schwere Konjunkturprogramm...

DWN
Politik
Politik Staaten bilden gemeinsame Abwehrfront: Ist Corona der entscheidende Schritt zur europäischen Einigung?

DWN-Gastautor Daniel Gros stellt eine provokante These auf: Das Projekt "Europa" habe durch Corona an Fahrt gewonnen - schließlich habe...

DWN
Panorama
Panorama Warum es eine Bronzezeit, aber keine „Stahlzeit“ gegeben hat

Aufgrund der Bedeutung der Metalle für die Menschheit wurden ganze Epochen als Kupferzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit bezeichnet. Doch...

DWN
Politik
Politik Twitter sperrt Konten der Identitären Bewegung

Twitter hat Konten der „Identitären Bewegung“ gesperrt, weil darauf gegen die Regeln zu Terrorismus oder gewalttätigem Extremismus...

DWN
Politik
Politik Corona-Nachwehen: Deutschland bereitet sich auf schwere Unruhen vor

Gewaltsame Unruhen in Deutschland und Europa werden Experten zufolge in den kommenden Monaten wegen sozialer und wirtschaftlicher Miseren...

DWN
Finanzen
Finanzen Wertvoller als Volkswagen und Co.: Wie kommt es zum absurden Aktienkurs von Tesla?

Tesla erwirtschaftet seit Jahren durchweg Verluste in Milliardenhöhe. Der Aktienkurs steigt trotzdem immer weiter an – wieso?

DWN
Politik
Politik China gerät in Libyen an seine politischen und militärischen Grenzen

China hatte vor dem Sturz des libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi sehr gute Beziehungen zu Libyen. Ob China seine Interessen in dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Erdogan verhängt Sanktionen gegen Goldman Sachs und JP Morgan

Goldman Sachs, JP Morgan und vier weitere internationale Banken wurden an der Istanbuler Börse mit einem dreimonatigen Leerverkaufs-Verbot...

DWN
Technologie
Technologie Bergbau auf dem Mond offenbar lukrativer als bisher angenommen

Forscher der NASA haben Belege dafür gefunden, dass es unter der Oberfläche des Mondes unerwartet viele wertvolle Metalle gibt. Dies...

celtra_fin_Interscroller