Mehrheit der Finnen erwartet Zerfall der Eurozone

Circa 60 Prozent der Finnen glauben, dass die schwächeren Länder die Eurozone in den kommenden Jahren verlassen werden. Die EU-Politik von Regierungs-Chef Katainen findet immer weniger Unterstützung im Land.

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Auf der europäischen Bühne, hier mit Ratspräsident van Rompuy, tritt Premier Jyrki Katainen nicht so auf, wie sein Volk es gern hätte. (Foto: Consilium)

Auf der europäischen Bühne, hier mit Ratspräsident van Rompuy, tritt Premier Jyrki Katainen nicht so auf, wie sein Volk es gern hätte. (Foto: Consilium)

Der Rückhalt des finnischen Premiers Jyrki Katainen in der Bevölkerung schwindet. Vor allem im Hinblick auf seine EU-Politik halten ihn nur noch 31 Prozent der Finnen für den richtigen Premier.

Circa 60 Prozent der Finnen sagen, dass es die Eurozone in ihrer jetzigen Form in fünf Jahren nicht mehr geben werden, zitiert die finnische Iltalehti eine aktuelle Umfrage. Mehr als ein Drittel der Befragten sagte zudem, dass die derzeitige Währungsunion das Jahr 2018 nicht mehr erleben werde.

Die Finnen scheinen davon auszugehen, dass die schwächeren Euro-Staaten die Währungsunion verlassen werden, so Forschungsleiter Lassi Ojala.

Zudem ergab die Umfrage, dass 33 Prozent der Finnen Juha Sipilä für den besten Premier im Hinblick auf Finnlands EU-Politik halten. Der Politiker von der Zentrumspartei liegt damit 2 Prozentpunkte vor dem aktuellen konservativen Premier Jyrki Katainen. Timo Soini, den Führer der Wahren Finnen, halten 21 Prozent der Finnen für den besten Premier im Hinblick auf die EU-Politik.

Am Wochenende und Anfang der Woche gab es zahlreiche Medienberichte zu einem möglichen Rückzug Katainens aus der Regierung. Sogar Spekulationen über eine mögliche Auswechslung der Innenministerin Päivi Räsänen nahmen zu. Katainen wies dies jedoch zunächst zurück, so Iltalehti.

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