Drama in London: Deutscher Banker tot aufgefunden

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
20.08.2013 17:08
Ein deutscher Austauschstudent war Praktikant bei der Investmentbank Merill Lynch. Der 21-Jähirge wurde nun jedoch tot in seiner Studentenwohnung gefunden. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Allerdings gibt es bereits Anschuldigungen, dass der Deutsche exzessive Überstunden ableisten musste.
Drama in London: Deutscher Banker tot aufgefunden

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Am Donnerstag vergangener Woche war der 21-Jährige Deutsche in seiner Londoner Studenten-Wohnung tot aufgefunden worden. Der Banker war Austauschstudent und Praktikant für sieben Wochen bei der Investmentbank Merill Lynch und hatte gehofft, bei der Bank den Grundstein für seine Karriere legen zu können. Die Todesursache des Praktikanten ist bislang noch ungeklärt.

Drei Tage war er nicht bei der Bank gesehen worden. Als seine Kollegen schließlich nach ihm schauten, fanden sie ihn tot in der Dusche seiner Wohnung in einem Studentenheim in East London.

Untersuchungen zum Tod des Bankers werden bereits unternommen. Zunächst war von einem Schlaganfall die Rede gewesen, berichtete die britische Daily Mail. Doch im Internet kursieren zahlreiche Anschuldigungen gegenüber der Bank of America Merill Lynch. Der Banker habe beispielsweise immense Überstunden leisten müssen, heißt es. So ist auf der Internetseite wallstreetoasis.com beispielsweise der Eintrag zu lesen: „Einer der besten Praktikanten bei der BAML – drei durchgemachte Nächte, dann nicht mehr aufgetaucht.“ Bis sechs Uhr morgens soll er durchgearbeitet haben.

Dass auch gerade Praktikanten bei den großen Investmentbanken Überstunden leisten müssen, ist keine neue Entwicklung. 2011 sagte ein 20-jähriger Praktikant dem London Evening Standard, dass man so viel arbeitet, wie einem gesagt wird. „Der Alptraum eines jeden Praktikanten war der so genannte ‚Magic Roundabout‘“, so der Praktikant damals. Das bedeutet, „dass du ein Taxi bekommst, das dich um 7 Uhr nach Hause fährt“. Dann wartet der Taxifahrer bis man sich geduscht und umgezogen habe und man wird wieder ins Büro gefahren.

Ob es aber tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Überstunden und dem Tod des deutschen Studenten gibt, ist jedoch bis dato unklar. Die Bank selbst hat mittlerweile der Familie des Toten ihr Mitgefühl ausgesprochen. „Er war unter seinen Kollegen beliebt und war ein sehr fleißiger Praktikant in unserem Unternehmen mit einer vielversprechenden Zukunft“, so ein Sprecher der Bank.



DWN
Finanzen
Finanzen Großbrand hinter den Kulissen: 40 Prozent aller US-Firmen sind in die roten Zahlen gerutscht

40 Prozent aller börsennotierten Unternehmen in den USA haben in den vergangenen 12 Monaten Verluste erwirtschaftet. Einzig günstige...

DWN
Technologie
Technologie „Kalte Enteignung“: Wie Anwohner unter Windkraft-Parks leiden

In Deutschland soll es rund 1000 Bürgerinitiativen gegen den Neubau von Windrädern geben - nicht ohne Grund: Betroffene berichten von...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Inflation: Ein deutsches Trauma wird zum machtpolitischen Instrument der Eliten

Das Verhältnis der Deutschen zur Geldwert-Stabilität ist neurotischer Natur. Das nutzen die wirtschaftlichen und politischen Eliten zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Coronavirus: Investoren steigen weltweit aus Aktien aus, Goldpreis zieht deutlich an

Der deutsche und auch die weltweiten Aktienmärkte verzeichnen am Montagmorgen deutliche Verluste. Investoren schichten in Gold um. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldgeber geraten in Panik: Argentinien kann und will seine Schuldzinsen nicht mehr zahlen

In Argentinien bahnt sich keine zwei Jahre nach einer Milliarden-Schuldenspritze durch den IWF die nächste Krise an. Die Regierung will...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie sich der Osten der EU gegen den Euro stemmt

Die Zustimmung der Europäer zum Euro hat Rekordwerte erreicht. Die östlichen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien und Ungarn bleiben...

DWN
Politik
Politik Irakischer Premier klagt an: Trumps Söldner haben unsere Polizisten ermordet

Der irakische Präsident Adel Abdul-Mahdi behauptet, US-Präsident Donald Trump habe Söldner oder US-Soldaten irakische Sicherheitskräfte...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Sterben der internationalen Banker geht weiter

In den vergangenen Jahren sind mindestens 85 international hochrangige Banker unter seltsamen Umständen ums Leben gekommen.

DWN
Deutschland
Deutschland Mehr als 15.000 Verstöße gegen Diesel-Fahrverbote

In den deutschen Städten sind bisher mehr als 15.000 Dieselfahrt-Verbote festgestellt worden.

DWN
Politik
Politik Brexit - wen kümmert´s? Impressionen aus einem unaufgeregten Land

DWN-Korrespondent Ronald Barazon ist nach Großbritannien gereist, sieht sich im Land um und sucht nach Vorbereitungen der Briten auf den...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Abschwung auf dem wichtigsten Automarkt der Welt wird sich 2020 fortsetzen

China ist der wichtigste Automobilmarkt der Welt – insbesondere auch für die deutschen Hersteller. Nun kündigt der zuständige...

DWN
Politik
Politik Bulgarien bereitet Ausweisung von russischen Diplomaten vor

Zwei russische Diplomaten, denen Spionage vorgeworfen wird, sollen aus Bulgarien ausgewiesen werden. Die US-Botschaft in Sofia unterstützt...

DWN
Deutschland
Deutschland „Bullen jagen“: Linksradikale Demonstration in Leipzig eskaliert

Deutschlands Hauptstadt des Linksradikalismus macht wieder von sich reden.

DWN
Deutschland
Deutschland Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

celtra_fin_Interscroller