Finanzen

Bitcoin-Börse Mt.Gox vor dem Zusammenbruch

Die Bitcoin-Börse Mt.Gox hat den Handel eingestellt und muss Insolvenz anmelden. Der Kurs brach massiv ein. Die Plattform wurde wohl über Jahre hinweg um Hunderttausende Bitcoin beraubt.
25.02.2014 14:15
Lesezeit: 1 min

Die einst größte Bitcoin-Börse der Welt, Mt.Gox, ist offline. Die Seite ist für Kunden nicht mehr erreichbar und die Handelsaktivitäten wurden eingestellt. Seit gestern brach der Kurs auf Mt.Gox um mehr als 60 Prozent ein.

Die Bitcoin-Börse hatte bereits vor zwei Wochen alle Auszahlungen von Bitcoins und Geld gestoppt. Als Grund führte die Bitcoin-Börse technische Probleme an. Kunden hatten keine Möglichkeit mehr an ihre Guthaben zu kommen (mehr hier).

Auch die Börse Bitcoin Deutschland stellte aufgrund von Cyber-Attacken kurzfristig alle Auszahlungen ein (hier). Mittlerweile haben alle Börsen bis auf Mt.Gox die Probleme beheben können.

„Wir sind schockiert von der angeblichen Insolvenz von Mt.Gox. Während wir keine Aussagen darüber treffen können, ob Mt.Gox eine angemessene und vernünftige Buchhaltung angewendet hat, können wir doch sagen, dass das Bitcoin-Protokoll fehlerfrei funktioniert“, so eine Stellungnahme der Bitcoin Foundation auf dem Business Insider.

Die New York Times bezieht sich auf ein Dokument des Bitcoin-Enthusiasten Ryan Selkis, demzufolge Mt.Gox über Jahre hinweg unbemerkt um bis zu 744,408 BTC bestohlen wurde. Demnach wurden durch den Zusammenbruch der Plattform nun etwa 6 Prozent aller 12,4 Millionen Bitcoins dem Umlauf entzogen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme drücken sechs führende Bitcoin-Organisationen ihre Verunsicherung über die Insolvenz von Mt.Gox aus. Sie bezeichnen die Firma aus Tokyo als „Schwarzes Schaf“, dass das Vertrauen seiner Kunden missbraucht habe. Außerdem versichern sie der Bitcoin-Gemeinschaft, zusammen zu arbeiten, um das Vertrauen in die virtuelle Währung wieder herzustellen.

Im Netz formiert sich bereits Protest verärgerter Mt.Gox Kunden, die ihr Geld zurück haben wollen.

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