Aussicht auf chinesische Pleitewelle drückt Kupferpreis

Die Sorgen vor einem Kupferausverkauf in China haben am Donnerstag den Preis gedrückt. In China wird Kupfer als Sicherheit für Kredite hinterlegt. Die Banken könnten aufgrund der konjunkturellen Probleme nun ihren Kupferbestand reduzieren.

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Die Sorgen vieler Anleger vor einem Kupferausverkauf in China und die Aussicht auf steigende US-Zinsen haben am Donnerstag den Kupferpreis belastet. Eine Tonne verbilligte sich in London um rund ein Prozent auf 6485 Dollar.

Aus Analysten-Sicht ist der Kupfermarkt angeschlagen. Zum einen gibt es einen großen Überschuss des vor allem im Bau benötigten Metalls. Zum anderen fürchten viele Anleger, dass chinesische Banken ihre Kupferbestände reduzieren könnten. Denn in China wird Kupfer als Sicherheit für Kredite hinterlegt (mehr hier). Angesichts der konjunkturellen Probleme könnte es in China nun aber eine Pleitewelle geben (hier).

Konkret droht derzeit der Bankrott einer großen Baufirma (hier). Dann – so wird befürchtet – verkaufen die Banken die Bestände, um so doch noch an ihr Geld zu kommen.

Die Aussicht auf ein bevorstehendes Ende der ultralockeren US-Geldpolitik drücke nun zusätzlich auf die Preise, sagte ein Händler. Voraussichtlich im nächsten Jahr wird die Fed die Zinsen wieder anheben (hier). Anziehende Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft könnten dann die Konjunktur weltweit bremsen und damit auch die Kupfernachfrage, hieß es.

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