Politik

Slowakei: Ex-Banker Kiska wird neuer Präsident

Lesezeit: 1 min
30.03.2014 09:41
Andrej Kiska hat sich bei der Stichwahl zum Präsidenten der Slowakei den aktuellen Premier Fico durchgesetzt. Dieser konnte die hohe Arbeitslosigkeit von zuletzt 13,5 Prozent nicht senken. Beide Kandidaten standen für einen EU-freundlichen Kurs.
Slowakei: Ex-Banker Kiska wird neuer Präsident

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In der Slowakei hat der parteilose frühere Geschäftsmann Andrej Kiska die Präsidentenwahl gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Kiska am Samstag auf 59,4 Prozent.

Sein Konkurrent in der Stichwahl, Ministerpräsident Robert Fico, erreichte 40,6 Prozent und gestand am späten Abend seine Niederlage ein. Kiska sagte vor Anhängern in Bratislava, er wolle der Präsident aller Slowaken sein und sich hinter jeden ehrlichen Bürger stellen.

Der 51-jährige Millionär Kiska hat sein Vermögen mit Konsumentenkrediten gemacht. Vor einem Jahrzehnt hat er seine Firmen verkauft und eine Wohltätigkeitsorganisation gegründet, die Familien mit kranken Kindern unterstützt. Fico und andere Kritiker werfen Kiska vor, er sei in der Politik ein Amateur.

Fico und Kiska stehen beide für einen EU-freundlichen Kurs. Fico führte die Slowakei im Jahr 2009 in die Eurozone und betreibt eine investorenfreundliche Politik.

Die erste Runde der Präsidentenwahl vor zwei Wochen hatte Fico noch für sich entschieden. Die Niederlage in der Stichwahl ist ein schwerer Schlag für den Sozialdemokraten, der aber wahrscheinlich Regierungschef bleiben wird.

Der bisherige Präsident Ivan Gasparovic durfte nach zehn Jahren als Staatsoberhaupt nicht mehr antreten. Sein Nachfolger Kiska dürfte die Stimmung gegen Fico im Land genutzt haben. Zum einen ist es Fico nicht gelungen, die Arbeitslosigkeit von zuletzt 13,5 Prozent zu drücken.

Zum anderem hätte Fico nach Ansicht vieler Slowaken zusammen mit seiner regierenden Mitte-Links-Partei Smer im Falle eines Wahlsieges zu viel Macht auf sich vereint. Denn der Präsident hat unter anderem das Recht, über die Besetzung zentraler Posten in der Justiz zu entscheiden. In der Vergangenheit haben sich daran heftige Streitereien entzündet.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Signa-Pleite: Sind 680 Millionen Euro Steuergelder für Galeria Karstadt Kaufhof futsch?
27.02.2024

Die Folgen der Pleite von Signa und des Immobilienimperiums rund um den österreichischen Investor Réne Benko zieht weitere Kreise....

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungsförderung 2024: Anträge für den Heizungstausch ab heute möglich
27.02.2024

Bis zu 70 Prozent Förderung gibt es vom Staat für eine neue klimafreundlichere Heizung. Ab heute können entsprechende Anträge bei der...

DWN
Technologie
Technologie Studie: Autozulieferer und Ladenetz Einfallstor für Hackerangriffe
27.02.2024

Die Elektroautobranche wird vom US-amerikanischen Konzern Tesla und dem chinesischen Autobauer BYD bestimmt. Deutsche Autobauer hinken aus...

DWN
Technologie
Technologie Deshalb könnte sich der Wasserstoff-Hype als Blase herausstellen
27.02.2024

Wasserstoff sorgt weltweit als saubere Energiequelle für Aufmerksamkeit. Doch nun mehren sich Stimmen, die vor einer potenziellen Blase...

DWN
Panorama
Panorama GfK: Deutsche Verbraucher bleiben sparsam
27.02.2024

Sparen hat derzeit bei deutschen Verbrauchern oberste Priorität. Das ergab die neueste Erhebung der Marktforschungsinstitute GfK und NIM....

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Rekordhoch: Neue historische Bestmarke für den deutschen Leitindex
27.02.2024

Nach zuletzt drei historischen Bestmarken des DAX in Folge ist die Rekordjagd am Dienstag nicht zu stoppen. Im frühen Handel notierten die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tonies SE: Eine deutsche Erfolgsgeschichte erobert die Welt
27.02.2024

Anfang Februar gab Tonies die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr bekannt, die mit einem Umsatzwachstum von 39 Prozent...

DWN
Finanzen
Finanzen Marktausblick: Rohstoffmärkte in ruhigem Fahrwasser – aber eine datenreiche Woche könnte für Bewegung sorgen
26.02.2024

Die Vielzahl bevorstehender Wirtschaftsdaten und Zentralbankreden lassen weitere Erkenntnisse bezüglich des kommenden Zinspfads erwarten....