Politik

Ungarn: Anti-EU-Kurs steigert Orbans Popularität

Lesezeit: 1 min
03.04.2014 13:20
Die Wiederwahl der Orban-Regierung am Sonntag gilt als sicher. Die rechte Partei Jobbik kann zweitstärkste Kraft werden. Jobbik unterstützt den Anti-EU-Kurs der Regierung.
Ungarn: Anti-EU-Kurs steigert Orbans Popularität

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

Ungarns Regierungspartei Fidesz kann einer Umfrage zufolge mit einem klaren Sieg bei der Parlamentswahl am Sonntag rechnen. Die Partei von Ministerpräsident Viktor Orban kam in der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Median wie vor einem Monat auf 36 Prozent. Die rechte Partei Jobbik konnte sich um einen Punkt verbessern auf nunmehr 15 Prozent. Sie liegt damit nur noch knapp hinter dem linken Oppositionsbündnis unter dem Sozialisten Attila Mesterhazy, das auf 18 Prozent von 23 Prozent im Februar absackte.

Jobbik wird Chancen eingeräumt, zweitstärkste Kraft in dem EU-Mitgliedsland zu werden, denn die meisten noch unentschiedenen Wähler gaben an, voraussichtlich für die Rechten zu stimmen. Die Jobbik-Partei unterstützt den Anti-EU-Kurs der Orban-Regierung. Zwei ungarische Abgeordnete hatten im Februar EU-Flaggen aus dem Fenster des Parlaments-Gebäudes geworfen (mehr hier). Die konservative Fidesz dürfte damit genug Mandate erringen, um eine Regierung zu bilden.

Orban brüstet sich damit, Ungarn vor einer Haushaltskrise ähnlich der in Griechenland bewahrt zu haben. Gegner werfen ihm jedoch vor, finanzpolitische Maßnahmen ergriffen zu haben, die insbesondere Banken und vielen ausländischen Unternehmen im Land schadeten. Auch seine Medienpolitik ist umstritten. Kritiker sehen darin den Versuch, die Pressefreiheit einzuschränken. Zudem hatte Orban vor Kurzem ein Bodengesetz beschlossen, dass EU-Ausländern mit Enteignung droht. Das sorgt vor allem für Streit mit Nachbarland Österreich (hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Unternehmen
Unternehmen Signa-Pleite: Sind 680 Millionen Euro Steuergelder für Galeria Karstadt Kaufhof futsch?
27.02.2024

Die Folgen der Pleite von Signa und des Immobilienimperiums rund um den österreichischen Investor Réne Benko zieht weitere Kreise....

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungsförderung 2024: Anträge für den Heizungstausch ab heute möglich
27.02.2024

Bis zu 70 Prozent Förderung gibt es vom Staat für eine neue klimafreundlichere Heizung. Ab heute können entsprechende Anträge bei der...

DWN
Technologie
Technologie Studie: Autozulieferer und Ladenetz Einfallstor für Hackerangriffe
27.02.2024

Die Elektroautobranche wird vom US-amerikanischen Konzern Tesla und dem chinesischen Autobauer BYD bestimmt. Deutsche Autobauer hinken aus...

DWN
Technologie
Technologie Deshalb könnte sich der Wasserstoff-Hype als Blase herausstellen
27.02.2024

Wasserstoff sorgt weltweit als saubere Energiequelle für Aufmerksamkeit. Doch nun mehren sich Stimmen, die vor einer potenziellen Blase...

DWN
Panorama
Panorama GfK: Deutsche Verbraucher bleiben sparsam
27.02.2024

Sparen hat derzeit bei deutschen Verbrauchern oberste Priorität. Das ergab die neueste Erhebung der Marktforschungsinstitute GfK und NIM....

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Rekordhoch: Neue historische Bestmarke für den deutschen Leitindex
27.02.2024

Nach zuletzt drei historischen Bestmarken des DAX in Folge ist die Rekordjagd am Dienstag nicht zu stoppen. Im frühen Handel notierten die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tonies SE: Eine deutsche Erfolgsgeschichte erobert die Welt
27.02.2024

Anfang Februar gab Tonies die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr bekannt, die mit einem Umsatzwachstum von 39 Prozent...

DWN
Finanzen
Finanzen Marktausblick: Rohstoffmärkte in ruhigem Fahrwasser – aber eine datenreiche Woche könnte für Bewegung sorgen
26.02.2024

Die Vielzahl bevorstehender Wirtschaftsdaten und Zentralbankreden lassen weitere Erkenntnisse bezüglich des kommenden Zinspfads erwarten....