Brasilianerin: Mein Vater ist für die WM gestorben - und die Fifa interessiert das nicht

Lesezeit: 1 min
06.07.2014 02:21
Eine Brasilianerin fordert vom der FIFA ein Mahnmal für die Arbeiter zu errichten, die bei Stadion-Bauten für die Fußball-WM tödlich verunglückt sind. Ihr Vater hatte in einem dieser WM-Stadien gearbeitet. Auch er gehört zu den Opfern der Arbeitsunfälle.

Sky News berichtete über den Unfall:

Die Brasilianerin Keille Pereira hat eine digitale Kampagne für ihren verstorbenen Vater ins Leben gerufen.

Auf Change.org schreibt sie, dass ihr Vater bei einem Arbeitsunfall in der Fußball-Arena Corinthians verunglückt sei. Das Unglück ereignete sich im November 2013 und es starben insgesamt zwei Personen. Die Arena musste rechtzeitig zur Weltmeisterschaft auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Er starb, als ein Kran plötzlich umfiel und Teile des Stadiondachs mit sich riss - die Metallstücke erschlugen meinen Vater. Diese Tragödie hat mir und meiner Familie den Boden unter den Füßen weggerissen.“

Sie habe die Online-Petition gestartet und fordert damit ein Mahnmal für alle Arbeiter, die während der Bauarbeiten für die Stadien verstorben sind. Denn „diese Helden“ seien auch ein Teil der Weltmeisterschaft.

The Guardian meldet, dass sich das Unglück während der Mittagspause ereignet habe. Andernfalls hätte die Anzahl der Toten auch weitaus höher sein können.

„FIFA und die brasilianische Regierung müssen sich daran erinnern, dass hinter diesem Großevent Familien stehen, die um ihre geliebten Verwandten trauern“, so Pereira.

Eine Antwort des Fußballverbands ist bisher ausgeblieben. Sepp Blatter hatte der Familie nach dem Unfall lediglich sein tiefes Beileid ausgesprochen.

Währenddessen laufen die Proteste gegen die Weltmeisterschaft weiter. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beklagt, dass zahlreiche Demonstranten gegen die Fußball-WM in Brasilien ohne Beweise festgehalten werden.

Die Polizei habe den Demonstranten in mehreren Fällen „Beweise für kriminelle Aktivitäten“ untergeschoben, um sie von Protesten abzuhalten (mehr hier).

Doch die Politiker Brasilien hüllen sich in Schweigen und üben keinerlei Kritik an den Sicherheitskräften (mehr hier).



DWN
Technologie
Technologie Ein Tesla-Unfall erschüttert das Märchen von der umweltfreundlichen E-Mobilität

Ein Unfall eines Tesla-Fahrers in Österreich wirft ernste Fragen für die gesamte Elektroauto-Branche auf. Zuerst musste der Wagen drei...

DWN
Finanzen
Finanzen Solvecon: Die Federal Reserve und das „Pfeifen im Walde“

Die Federal Reserve stellt ihre jüngsten Zinssenkungen als Versicherung gegen mögliche künftige Konjunkturschwächen dar. Man müsse...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland, Japan, Südkorea: Die Exportweltmeister straucheln in die Krise

Der weltweite Abschwung hat vor allem in den großen Exportländern wie Deutschland, Japan und Südkorea zu einem Einbruch der Konjunktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler unter Ola Källenius: Ein Weltkonzern auf dem Rückzug an allen Fronten

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius hat tiefe Einschnitte angekündigt. Die geplanten Maßnahmen lesen sich wie ein Rückzug...

DWN
Deutschland
Deutschland Tesla-Fabrik in Brandenburg: Ihre Insolvenz wäre Deutschlands Segen

Über den geplanten Bau der Giga-Fabrik von Tesla in Brandenburg herrscht großer Jubel. Was kaum jemand bedenkt: Von der Fabrik würde...

DWN
Finanzen
Finanzen Analysen: Weltwirtschaft so schwach wie am Ende der letzten globalen Rezession

Umfragen der wichtigen Datenanbieter Ifo und IHS Markit zeichnen ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. Beiden Instituten zufolge befinden...

DWN
Finanzen
Finanzen Verluste deutlich ausgebaut: Die WeWork-Blase platzt

Das Unternehmen WeWork wurde erst von Medien und interessierten Kreisen gefeiert, nun setzt der Kater ein. Statt Gewinnen erwirtschaftet...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung beschließt Impfzwang für Kinder, Migranten und Gesundheitspersonal

Die Bundesregierung hat einen Impfzwang für Kinder, Migranten und Angestellten von Asylzentren und Krankenhäusern beschlossen.

DWN
Finanzen
Finanzen Russlands Staatsfonds baut seine Dollar-Anlagen in großem Umfang ab

Russland wird den Anteil von Dollar-Assets in seinem Staatsfonds von aktuell rund 45 Milliarden Dollar deutlich reduzieren. Diese...

DWN
Politik
Politik Bundestag beschließt CO2-Sondersteuer: Auf den Mittelstand kommen schwere Zeiten zu

Der Bundestag hat die Sondersteuer auf die Emissionen des natürlichen Gases Kohlenstoffdioxid beschlossen. Besonders darunter leiden...

DWN
Deutschland
Deutschland Windkraft-Krisengipfel in Hannover: Die Politik steht zwischen Unternehmen, Bürgern und Verbänden

Die Windkraftbranche wird derzeit von Nackenschlägen erschüttert. Am vergangenen Freitag hat Enercon einen massiven Stellenabbau...

DWN
Politik
Politik „Klappe halten“: Frankreichs Eliten streiten um Wiederaufbau von Notre Dame

In Frankreich gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, wie die durch ein Feuer zerstörte Kathedrale Notre Dame einmal wieder aussehen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Strom-Klau durch E-Rikscha-Fahrer wird zur Bürde für Indiens Energieversorgung

Indien, das stark unter Smog leidet, treibt die Entwicklung der E-Mobilität voran. Doch es gibt ein großes Problem dabei.

DWN
Politik
Politik Inspekteur der Deutschen Marine: Um abzuschrecken, müssen wir kämpfen können

Die Deutsche Marine hat entbehrungsreiche Zeiten hinter sich: Jahrzehntelang wurde sie in hohem Maße vernachlässigt und finanziell sowie...

celtra_fin_Interscroller