Kroatien zwingt Banken zu fixem Franken-Wechselkurs

Das kroatische Parlament fixiert den Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und der Landeswährung Kuna für ein Jahr. So sollen Verluste für Kroaten, die Franken-Kredite halten, abgemildert werden. Den Kursunterschied müssen die Banken übernehmen.

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Kroatien will wegen des Höhenflugs des Schweizer Franken weitere Maßnahmen zum Schutz heimischer Kreditnehmer vornehmen. Das Parlament hat am Wochenende der Vorlage der Regierung zugestimmt Das Konsumentenkreditgesetz wurde abgeändert, wodurch der Wechselkurs für den Franken für bis zu einem Jahr auf 6,38 Kuna fixiert wurde. Den Kursunterschied bei den Franken-Krediten sollen die Geschäftsbanken tragen, berichtet die NZZ.

Wie viele andere Osteuropäer haben auch zahlreiche Kroaten vor der Finanzkrise wegen der günstigen Zinsen Franken-Kredite aufgenommen. Nachdem die Schweizer Nationalbank ihren Euro-Mindestkurs überraschend aufgegeben hatte, legte der Franken kräftig zu. Deswegen müssen die Kreditnehmer in lokalen Währungen deutlich mehr Geld zurückzahlen und könnten dadurch in eine finanzielle Schieflage geraten.

Die kroatische Regierung hat bereits angekündigt, den Wechselkurs der Landeswährung Kuna zum Franken für ein Jahr festzusetzen. Sie hofft nun auf die Zustimmung des Parlaments. In Kroatien haben rund 60.000 Hausbesitzer in Schweizer Währung ausgegebene Darlehen im Volumen von rund 3,5 Milliarden Euro aufgenommen.

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurs, sind in Kroatien die Franken-Kredite um 20 Prozent teurer geworden. Meistens handelt es sich um Immobilien-Kredite, die nun die Existenz der Kreditnehmer bedrohen, berichtet der SRF.

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