Finanzen

K+S-Aktie steigt um mehr als zwei Prozent

Lesezeit: 1 min
30.06.2015 14:54
Die Aktie des Düngemittelherstellers K+S stieg am Dienstag um mehr als zwei Prozent auf 37 Euro. Ausschlaggebend für diesen Zugewinn sind anhaltende Übernahmespekulationen von K+S durch den kanadischen Konzern Potash.
K+S-Aktie steigt um mehr als zwei Prozent

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Anhaltende Übernahmefantasien haben die Aktien des umworbenen Salz- und Düngemittelherstellers K+S am Dienstag angetrieben. Die Papiere setzten sich mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf gut 37 Euro an die Dax-Spitze. Zeitweilig legten sie um vier Prozent zu. Händlern zufolge spekulierten Anleger auf einen höheren Preis. Wie Reuters von einer mit der Sache vertrauten Person erfuhr, prüft K+S noch den Übernahmevorschlag des kanadischen Konkurrenten Potash, der am vergangenen Donnerstag bekannt geworden war. Es gebe derzeit keine Gespräche, sagte der Insider.

Wie ein anderer Insider erklärte, spiegelt der Aktienkurs des Unternehmens nicht den Wert seines neuen Kali-Minenprojektes in Kanada und den des Salzgeschäfts wider. Die Nordhessen haben bereits zwei Milliarden Euro in die kanadische Mine investiert - was rund 10 Euro je Aktie entspricht. Das müsse Potash in seinem Angebot berücksichtigen. Auch das Salzgeschäft, das rund drei Euro je Aktie wert sei, sieht K+S von Potash nicht angemessen gewürdigt. Dazu müsse ein Aufschlag kommen, damit die Übernahme für die K+S-Aktionäre attraktiv sei. Das Handelsblatt berichtete, ein fairer Wert für K+S liege bei mehr als 50 Euro je Aktie.

Über einen Preis, zu dem der K+S-Vorstand bereit sei, die Unabhängigkeit des Kasseler Unternehmens aufzugeben, sei bisher jedoch nicht gesprochen worden, betonte eine involvierte Person. Insidern zufolge haben sich die Vorstandschefs von Potash und K+S im Februar getroffen, um über einen Zusammenschluss zu sprechen. Die Nordamerikaner haben Ende Mai einen schriftlichen Übernahmevorschlag übermittelt. Er bewertet K+S mit der Sache vertrauten Personen zufolge mit fast acht Milliarden Euro oder 41 Euro je Aktie. Der Konzern habe bisher aber abgelehnt, in formelle Verhandlungen einzutreten.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Entfremdet: Warum Trump gerade auf dem Land so viel Erfolg hat
27.05.2024

Trotz teils wenig konstruktiver Politikvorschläge ist Donald Trump besonders in ländlichen Regionen der USA sehr beliebt. Das allein mit...

DWN
Technologie
Technologie Klimasatellit „Earthcare“ scannt Atmosphäre - „Das hat sonst keiner“
27.05.2024

Das Wissen über die Erdatmosphäre ist lückenhaft. Ein neuer Esa-Satellit soll die Lücken schließen. Nun steht „Earthcare“ vor dem...

DWN
Politik
Politik Habecks Wasserstoff-Strategie: dumm, dümmer, deutsche Energiewende
27.05.2024

Die Wasserstoff-Ziele der Bundesregierung rücken in weite Ferne. Bislang wurde nur ein winziger Bruchteil der geplanten Kapazitäten...

DWN
Politik
Politik Kurze Sätze, einfache Wörter: Leichte Sprache hilft Millionen Menschen
27.05.2024

Amtsdeutsch, kaum Verständliches aus Medizin oder Politik, Schachtelsätze: Es geht einfacher, sagen viele - und fordern mehr Leichte...

DWN
Immobilien
Immobilien Welche Bau-Krise? Frankfurt will Skyline verdoppeln und 14 neue Türme bauen
27.05.2024

Keine andere Stadt hat so sehr vom Brexit profitiert wie Frankfurt am Main. Über Nacht ist die Bankenmetropole mit dem EU-Austritt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kurzfristige Stromausfälle schädigen die deutsche Wirtschaft
27.05.2024

Auch kurze Stromausfälle können in Unternehmen schwere Schäden anrichten. Eine neue Studie der DIHK zeigt, dass 70 Prozent der deutschen...

DWN
Politik
Politik Frankreichs Staatspräsident Macron beginnt Staatsbesuch in Deutschland
26.05.2024

Das Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland wird oft und gerne gelobt. Erstaunlich ist da schon, dass der letzte richtige...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutschlands Kapitalmarkt: Hemmnis für die Finanzierung der Zukunft
26.05.2024

Die heimischen Kapitalmärkte spielen als Finanzierungsquelle deutscher Unternehmen eine untergeordnete Rolle – Bankkredite dominieren...