Steigender Konkurrenzdruck für Deutsche Pfandbriefbank

 

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14.08.2015 12:36
Die HRE-Nachfolgerin Deutsche Pfandbriefbank spürt steigenden Druck von der Konkurrenz. Neue und aggressive Anbieter in den Markt für Immobilienfinanzierungen sorgten für einen erhöhten Margendruck, so Vorstandschef Arndt.
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Die HRE-Nachfolgerin Deutsche Pfandbriefbank pbb kann sich nach ihrem erfolgreichen Börsengang wieder voll und ganz dem Tagesgeschäft widmen. Herausforderungen gebe es viele, sagte Co-Vorstandschef Andreas Arndt am Freitag. Vor allem spüre die pbb, dass immer mehr Anbieter in den Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierungen drängten. „Der Margendruck ist da“, betonte er. „Es gibt ein paar aggressive Novizen in dem Geschäft.“ Landesbanken, die bislang „mit sich selbst beschäftigt waren“ zählten ebenso dazu wie Versicherer und Fonds. Für die pbb gelte allerdings: „Neugeschäft zu jedem Preis gibt es bei uns nicht.“

Damit äußert sich die pbb ähnlich kritisch wie in dieser Woche bereits die Rivalin Aareal Bank. Letztere kann allerdings auf internationale Märkte wie Asien und Nordamerika ausweichen, während sich die pbb vornehmlich auf Deutschland und Kerneuropa fokussiert. Hier ist die Konkurrenz am größten. Für die pbb wird es deshalb zu einer Herausforderung, lukratives Neugeschäft einzufahren und damit langfristig die Renditeerwartungen der Investoren zu erfüllen. Zu große Risiken will sie allerdings als Lehre aus der Vergangenheit vermeiden.

Erst im Juli war das Spezialinstitut an die Börse zurückgekehrt. Damit wurde eine Auflage der EU erfüllt, die im Gegenzug für die milliardenschweren Staatshilfen der Hypo Real Estate in der Finanzkrise eine Privatisierung des Nachfolgeinstituts bis Ende 2015 gefordert hatte. Die pbb-Aktie behauptet sich seitdem: Bei der Erstnotiz war sie mit 11,45 Euro gestartet, am Freitag notierte das Papier gut ein Prozent im Plus bei 11,75 Euro. Details zur Aktionärsstruktur wollte Arndt immer noch nicht verraten. Grundsätzlich seien aber viele konservative und langfristig orientierte Anleger an Bord, betonte er. Der Bund bleibt bis auf weiteres auch Ankerinvestor.

Im zweiten Quartal konnte die pbb trotz des harten Wettbewerbs deutlich zulegen: Das Vorsteuerergebnis kletterte um 36 Prozent auf 61 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten stehen 112 Millionen Euro zu Buche, im Gesamtjahr soll der bereinigte Vorjahreswert von 174 Millionen weiter leicht übertroffen werden. Das gesamte Neugeschäft, zu dem auch öffentliche Infrastrukturdarlehen gehören, stieg per Ende Juni auf sechs (Vorjahr: 4,3) Milliarden Euro - und erreichte damit das höchste Halbjahresvolumen seit dem Neustart im Jahr 2009. Ein festes Ziel für das Gesamtjahr gibt es nach Arndts Worten nicht. Für ihn ist es wichtiger, dass unter dem Strich mehr hängen bleibt. Hier macht die pbb Fortschritte: Die Eigenkapitalrendite vor Steuern stieg auf 6,5 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 4,9 Prozent.


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