Finanzen

Russland: Rubel fällt auf Rekordtief gegenüber dem Dollar

Lesezeit: 1 min
20.01.2016 12:35
Der Ölpreisverfall drückt die russische Währung auf ein Rekordtief gegenüber dem Dollar. Die Wirtschaftsprognosen für das Land wurden gesenkt.
Russland: Rubel fällt auf Rekordtief gegenüber dem Dollar

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Rubel ist auf ein Rekordtief zum Dollar gerutscht. Am Mittwoch mussten für einen Dollar mehr als 80 Rubel gezahlt werden - der Kurs von 80,79 Rubel war der tiefste seit der russischen Währungsreform 1998. Grund ist der rapide Verfall des Ölpreises. Für Moskau ist der Verkauf von Öl und Gas die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle.

1998 hatte in Russland eine schwere Finanzkrise geherrscht; die Regierung strich damals drei Nullen. Den tiefsten Stand seitdem erreichte der Rubel im Dezember 2014: Damals verkauften Investoren in Panik, der Kurs fiel schlagartig, erholte sich aber auch schnell wieder.

Gegenüber dem Euro stand der Rubel am Mittwoch bei 88,14 - dem höchsten Stand seit Dezember 2014. Damals mussten für einen Euro 100 Rubel gezahlt werden.

Der Internationale Währungsfonds hatte seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Russland erst am Dienstag abgesenkt. Er rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um ein Prozent schrumpfen wird - nach einem Minus von fast vier Prozent 2015.

Die Regierung in Moskau hat die Bevölkerung bereits auf Einschnitte eingeschworen. Präsident Wladimir Putin sagte am Mittwoch vor Unternehmern, die letzten beiden Jahre seien „für alle Branchen“ schwierig gewesen.

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow kritisierte gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Nowosti, die Regierung habe „kein Programm und keinen Plan“ für einen Ausweg aus der Krise. „Alles, was man uns sagt, soll uns beruhigen, aber es geschieht wenig, damit das auch passiert.“ Das Land sei in einer „ernsten Lage“.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie „Technologietransfer ist immer die Folge einer verfehlten Politik“ - wie Nuklear-Innovationen aus Deutschland verdrängt werden

Kernenergie spielt in den Planungen der Bundesregierung keine Rolle mehr. Doch kann der Ausstieg aus fossilen Energieträgern ohne sie...

DWN
Politik
Politik Iran eröffnet Öl-Pipeline zur Umgehung der Straße von Hormus

Der Iran hat eine strategisch wichtige Öl-Pipeline in Betrieb genommen. Dadurch wird es Teheran möglich sein, die Straße von Hormus zu...

DWN
Politik
Politik Leere Regale und volle Mülltonnen: Staatlich angeordnete Corona-Isolation bringt Großbritannien an den Rand des Kollapses

Die staatlich verordnete Isolierung von Millionen Bürgern bringt das Gesamtsystem an den Rand des Kollapses.

DWN
Finanzen
Finanzen Family Offices der Superreichen setzen auf Bitcoin

Nach Angaben von Goldman Sachs, haben zahlreiche Family Offices, mit denen die Investmentbank zusammenarbeitet, bereits in Bitcoin...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Das Fiat-Geldsystem der Zentralbanken baut auf einer großen Lüge auf

Die massive Ausgabe von Fiat-Geld durch die Zentralbanken schafft die Illusion von Wohlstand. Das Geld, das aus dem Nichts geschaffen wird,...

DWN
Politik
Politik Eric Clapton droht mit Absage von Konzerten, wenn von seinen Fans Impfnachweise verlangt werden

Der Musiker Eric Clapton hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass er seine künftigen Konzerte absagen werden, wenn von seinen Fans...

DWN
Deutschland
Deutschland Thüringen: AfD scheitert mit Misstrauensantrag gegen Ramelow

Die AfD konnte mit dem von ihr initiierten Misstrauensvotum keinen Sturz von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow herbeiführen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Starker Strombedarf lässt Kohlepreis in die Höhe schießen

Wegen der starken Nachfrage ist Kohle derzeit für die Energieerzeugung unerlässlich. Der Kohlepreis ist nicht nur in Asien in die Höhe...