Dax fällt auf tiefsten Stand seit Oktober 2014

 

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08.02.2016 13:57
Der deutsche Leitindex Dax hat am Montag deutliche Verluste verzeichnet und beendete den Handel mit einem Minus von 3,3 Prozent. Damit lag der Kurs so tief wie seit Oktober 2014 nicht mehr. Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank brachen um über 9 Prozent ein.
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Der Kurs des Dax hat am Montag Verluste verzeichnet und fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Der deutsche Leitindex verlor rund 3,3 Prozent und notierte mit 8979 Punkten erstmals seit Oktober 2014 wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 9000 Zählern. Der Kurs des EuroStoxx50 fiel ebenfalls um 3,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief von 2785 Punkten. In der vergangenen Woche war er bereits um mehr als fünf Prozent gesunken. „Die Anleger wollen den Dax offenbar unter der 9000-Punkte-Marke sehen“, sagte ein Händler. „Erst danach könnte sich wieder Spielraum für eine breitere Erholung ergeben.“

Gefragt waren angesichts des starken Kursverfalls an den Anleihemärkten vor allem die gern als sichere Häfen angesteuerten Bundesanleihen. Die Kurse stiegen, die Renditen fielen zurück bis auf 0,250 Prozent. Alle im Dax gehandelten Aktien schlossen am Montag mit Verlusten. Deutlich bergab ging es insbesondere für die Aktien von Commerzbank und Deutscher Bank, die jeweils über 9 Prozent abgaben. Auch andere Finanzwerte schlossen tief im Minus. Die Titel der französischen Societe Generale und der spanischen Banco Santander büßten jeweils gut sechs Prozent ein. Der europäische Banken-Index sank um 5,6 Prozent auf 138,18 Punkte.

Ungewissheit bereiten den Anlegern derzeit gleich eine Reihe von Faktoren. Viele fürchten, dass nicht nur die chinesische Wirtschaft deutlich ins Stocken gerät, sondern auch der US-Konjunktur ein merklicher Dämpfer droht. Zudem verunsichert der starke Absturz der Ölpreise. Sie sind in den vergangenen 18 Monaten um etwa 70 Prozent eingebrochen, weil der schwächelnden Öl-Nachfrage ein Überangebot gegenübersteht. Am Montag verbilligte sich das Nordseeöl Brent um 1,8 Prozent auf 33,51 Dollar je Fass. Der Handel fiel allerdings sehr dünn aus, weil Märkte, darunter die Börsen in China, wegen des Neujahrsfestes für den Rest der Woche geschlossen bleiben.

Angesichts der jüngsten Turbulenzen setzen Anleger inzwischen zunehmend darauf, dass die Fed ihre Geldpolitik nur sehr vorsichtig weiter straffen wird. Der Euro war deswegen in der vergangenen Woche bis auf ein Drei-Monats-Hoch von 1,1243 Dollar geklettert. Am Montag notierte er zeitweise knapp unter der Marke von 1,12 Dollar und beendete den Handel schließlich bei 1,1170 Dollar. Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren die Zinsen erhöht, im Januar aber stillgehalten.

Gefragt waren angesichts des starken Kursverfalls an den Anleihemärkten vor allem die gern als sichere Häfen angesteuerten Bundesanleihen. Die Kurse stiegen, die Renditen fielen zurück bis auf 0,250 Prozent. Alle im Dax gehandelten Aktien schlossen am Montag mit Verlusten.


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