Gemischtes

Norwegen plant Verbot für Diesel- und Benzinmotoren

Lesezeit: 1 min
24.03.2016 15:32
Norwegen will als erstes Land der Welt Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten. Ab 2025 sollen nur noch Neuwagen mit Elektroantrieb oder Brennstoffzelle verkauft werden. Der jüngst veröffentlichte Plan der Verkehrsbehörde sieht zudem Milliarden-Investitionen in Radwege und Öffentliche Verkehrsmittel vor.
Norwegen plant Verbot für Diesel- und Benzinmotoren
Norwegische Romantik. (Foto: visitnorway.com)

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Norwegische Verkehrsbehörde hat einen Nationalen Transport Plan veröffentlicht, nachdem ab 2025 keine Diesel- und Benzinautos mehr verkauft werden dürfen. Stattdessen sollen nur noch Fahrzeuge mit Elektroantrieb eine Zulassung bekommen. Damit wäre ausgerechnet das ölreiche Norwegen das erste Land weltweit, das fossile Brennstoffe von seinen Straßen verbannt.

Der Plan ist eine Vorbereitung zur Einhaltung des ZEV-Vertrags, den auch Deutschland am Rande des Klimagipfels in Paris unterschrieben hat. Dieser sieht für alle unterzeichnenden Länder vor, ab 2050 den Verkehr ohne fossile Rohstoffe zu bestreiten. Dazu wäre es aus norwegischer Sicht notwendig, ab 2025 mit dem Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor zu verzichten. Der Plan muss allerdings noch vom Parlament abgesegnet werden, berichtet etwa die Presse aus Österreich.

Der Plan sieht weiterhin unter anderem vor, eine knappe Milliarde Euro in Schnellstraßen speziell für Fahrräder zu investieren. Der öffentliche Verkehr soll bereits in fünf Jahren komplett erdölfrei funktionieren, auch die Taxis sollen schnell auf Elektroantrieb umstellen. Bis 2030 soll durch die Maßnahmen der CO2-Ausstoß des Transportsektors halbiert werden. Bereits heute führt Norwegen europaweit was die Zahl der Elektro-Auto-Zulassungen anbelangt. Sie werden mit einem Steuerbonus, kostenlosen Stromtankstellen und freien Parkplätzen gefördert. Entsprechend sei bereits jeder fünfte verkaufte Neuwagen elektrisch.

In Deutschland ringen Regierung und Industrie derzeit um eine Kaufprämie für Elektroautos. Einem Konzept von Wirtschafts-, Umwelt- und Verkehrsministerium zufolge sollen private Kunden 5000 Euro und gewerbliche 3000 Euro einen Zuschuss zum Kauf eines Fahrzeugs mit Strom-Antrieb erhalten. Die Autobauer sollen 40 Prozent der Kosten tragen. Für das Konzept fehlt allerdings das Plazet des Finanzministeriums. Bis 2020 will die Bundesregierung rund eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen bringen - bis dato ein weit entferntes Ziel.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Politik
Politik Neue EU-Sanktionen gegen Russland, Preisobergrenze für Öl

Die EU-Kommission schlägt neue Sanktionen gegen Russland vor, die Exporte im Wert von 7 Milliarden Euro betreffen. Zudem ebnet sie den Weg...

DWN
Politik
Politik USA drängen Europa, der Ukraine mehr Geld zu geben

Die USA drängen die Staten der EU, ihre finanzielle Unterstützung für die Ukraine zu beschleunigen und zu erhöhen. Denn Kiew benötigt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bank of England knickt ein, kehrt zurück zur lockeren Geldpolitik

Nachdem die Renditen in den letzten Tagen gefährlich gestiegen waren, hat die Bank of England die begonnene geldpolitische Straffung...

DWN
Deutschland
Deutschland Rekordschulden: Bund borgt sich mehr Geld als geplant

Der Bund macht 2022 voraussichtlich Schulden in Höhe von rund 450 Milliarden Euro. Damit klettert der deutsche Schuldenberg auf ein neues...

DWN
Politik
Politik Nach Referenden: Regionen beantragen bei Russland die Annexion

Nachdem die Referenden in vier Regionen der Ukraine eine hohe Zustimmung für einen Beitritt zu Russland ergeben haben, beantragen deren...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biomarkt in der Krise: Vom großen Boom in die Katerstimmung

Das Kaufverhalten der Verbraucher wirkt sich derzeit besonders negativ auf den Biomarkt aus. Die Händler beklagen zweistellige...

DWN
Deutschland
Deutschland Reale Kaufkraft bricht ein, Konsumlaune stürzt auf Rekordtief

Von einem Rekordtief zum nächsten. Die Konsumlaune in Deutschland signalisiert für Oktober einen weiteren starken Rückgang. Die reale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Coca-Cola: Aldi Nord erhöht die Preise

Während Edeka mit dem US-Konzern vor Gericht streitet, erhöht nun mit Aldi Nord ein erster großer Händler die Preise der Coke-Produkte.