Italien: Regierung muss Veneto Banca retten

Die Veneto Banca muss vom italienischen Banken-Fonds gerettet werden. Am Markt war das Interesse der Anleger gleich Null, bei der Bank einzusteigen.

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Der neue italienische Bankenrettungsfonds Atlante muss nach Reuters-Informationen das angeschlagene regionale Geldhaus Veneto Banca stützen. Wegen der geringen Nachfrage anderer Investoren bei einer Kapitalerhöhung des Instituts im Volumen von einer Milliarde Euro werde der Fonds den Konsortialführern beispringen, sagten am Montag mit den Plänen vertraute Personen. Das Interesse am Markt bei der Finanzspritze für Veneto Banca gehe gegen null.

Atlante hatte Anfang Mai bereits der Banca Popolare di Vicenza mit 1,5 Milliarden Euro ausgeholfen. Mit seinem zweiten Engagement würde der Fonds bereits über die Hälfte seiner Mittel von 4,25 Milliarden Euro ausgegeben haben.

Der Fonds war Mitte April ins Leben gerufen worden, um den Krisenbanken des Landes unter die Arme zu greifen. Sie sitzen auf faulen Krediten von rund 360 Milliarden Euro. Das ist ein Drittel aller ausfallgefährdeten Darlehen in Europa. Der italienische Bankensektor hatte 2014 beim großen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) am schlechtesten abgeschnitten.

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