Cyber-Angriff auf die USA lief über Webcams aus China

Hacker sollen Webcams der chinesischen Firma Xiongmai missbraucht haben, um Cyber-Attacken in den USA auszuführen. Die Firma ruft alle Webcams zurück.

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Das Internet in den USA wurde attackiert. (Foto: Level3/Screenshot)

Das Internet in den USA wurde attackiert. (Foto: Level3/Screenshot)

Ein chinesischer Sicherheitskamerahersteller berichtet, dass seine Produkte verwendet wurden, um einen Cyberangriff zu starten, der den Internet-Zugang für Millionen von Benutzern trennte. Der Vorfall zeigt die Gefahr, die durch die globale Verbreitung von verbundenen Vorrichtungen entstehen kann. Die Hacker drangen in die Systeme von CCTV-Kameras ein, die von Hangzhou Xiongmai Technology hergestellt wurden. Die Kameras wurden mit Mirai-Malware infiziert. Während die Hightech-Firma Xiongmai keine Auskunft darüber gab, wie viele ihrer Produkte infiltriert wurden, waren alle Kameras, die vor September 2015 hergestellt wurden, potenziell anfällig.  „Mirai ist eine riesige Katastrophe für das Internet der Dinge. Wir müssen zugeben, dass unsere Produkte auch unter der Attacke  der Hacker und der illegalen Nutzung gelitten haben“, meldet die Firma in einer Email.

Vergangene Woche fanden großangelegte Cyber-Attacken auf die USA und Brasilien statt. Die Produkte von Xiongmai sollen nach eigenen Angaben der Firma ursächlich sein für die Attacken, da sie von Hackern gekapert wurden. Millionen von Internet-Nutzern verloren am Freitag den Zugang zu einigen der weltweit beliebtesten Webseiten, weil Hacker mit Phony-Verkehr Server an der Ostküste der USA so lange angegriffen hatten, bis diese abstürzten. Ein globaler Angriff auf einen Anbieter von Domain Name System Services, Dyn Inc., hat für einen langen Zeitraum die Webseiten von Twitter, Spotify, Reddit, CNN, Etsy und The New York Times von New York bis Los Angeles lahmgelegt.

Xiongmai will alle Webcams, die sich auf dem US-Markt befinden, zurückrufen, berichtet Fortune.

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