VW will erste Batteriefabrik in Deutschland bauen

Volkswagen will hierzulande eine Batteriefabrik hochziehen. Die Mitarbeiter verlangen vom Konzern mehr Investitionsfreude.

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Volkswagen will hierzulande eine Batteriefabrik hochziehen. „Die erste wird in Deutschland stehen“, sagte Konzernchef Matthias Müller am Mittwoch laut Reuters bei einem Autogipfel in München. Mit dem Plan kommt der Konzern Forderungen der Arbeitnehmer entgegen, die in den Verhandlungen über ein Sparprogramm für die schwächelnde Hauptmarke VW Investitionen verlangt hatten. So sollen neue Arbeitsplätze entstehen und zumindest zum Teil für Ausgleich sorgen, wenn durch den Fokus des Autobauers auf Elektromobilität andernorts Stellen wegfallen. Wie viele neue Jobs durch das Batteriewerk in Deutschland entstehen, wollte Müller nicht sagen. „Das sind keine Zehntausende von Arbeitsplätzen, solche Fabriken sind ja auch hochautomatisiert.“

Das VW-Management verhandelt seit Monaten mit dem Betriebsrat über eine Einigung, um die Hauptmarke mit ihren 200.000 Mitarbeitern in fast 30 Werken rund um die Welt profitabler zu machen. Niedrige Margen und die Milliardenkosten für den Dieselskandal erhöhen den Druck deutlich. Auch die Arbeitnehmervertreter gehen davon aus, dass Arbeitsplätze wegfallen.

Müller sagte, die Entscheidung zur Batteriefabrik werde „noch in diesem Jahr fallen“. VW verabschiede am 18. November die Investitionsplanung für die nächsten fünf Jahre. Volkswagen stehe „in einem Sanierungsprozess, und insbesondere die Marke“. Am sogenannten Zukunftspakt werde gearbeitet. „Da werden Arbeitsplätze alter Natur abgebaut werden und die werden durch Arbeitsplätze neuer Art und neuer Technologie ersetzt werden.“ Das werde der Fokus auf Elektromobilität auch bei anderen Autobauern mit sich bringen. „Bei uns wird es etwas deutlicher ausfallen“, sagte Müller. Die Wolfsburger wollen bis 2025 mehr als 30 neue Elektromodelle auf den Markt bringen.

BMW -Chef Harald Krüger sagte, jeder Autobauer müsse eine Batteriefertigung nahe an den Werken haben. „Sie fliegen doch nicht riesige Batterien und Hochvoltspeicher durch die Welt.“ Dabei gehe es um Sicherheit und Logistikkosten. Für die Nähe zur Endmontage brauche man „ein weltweites, globales Netzwerk“.

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