Jens Weidmann ruft nach Trump-Wahl zu Gelassenheit auf

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hofft, dass der Umgang der Nationen miteinander unter dem neuen US-Präsidenten von Fairness geprägt sein wird.

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Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rät nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zu Besonnenheit. „Nehmen wir doch einfach den neugewählten Präsidenten beim Wort“, sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Bankenkonferenz in Berlin laut Redetext. Dabei zitierte er laut Reuters Passagen aus Trumps Rede nach seinem Triumph, in welcher dieser unter anderem einen fairen Umgang mit anderen Nationen versprach. Von jeher sei faire Partnerschaft Grundlage der internationalen Beziehungen und im Besonderen Grundlage des transatlantischen Verhältnisses, sagte Weidmann. „Und so sollte es bleiben.“

Sorge bereitet dem Bundesbank-Präsidenten, dass durch politische Unsicherheit derzeit die Wachstumsaussichten getrübt werden. Neben der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union werfe auch das Ergebnis der US-Präsidentenwahl die Frage auf, „inwieweit Protektionismus und Abschottung die politische Agenda der Zukunft bestimmen werde“, sagte Weidmann. „Ein nicht geringer Teil unseres Wohlstands basiert jedoch auf offenen Märkten und funktionierenden Institutionen.“ Es gelte, die Menschen von den Vorzügen einer offenen Marktwirtschaft zu überzeugen.

Trump hatte während seines Wahlkampfes klargemacht, dass er nichts von einem freien Handel zwischen Europa und den USA hält, der den Zugang zum US-Markt erleichtert. Um Arbeitsplätze in den USA zu sichern, soll vielmehr die Wirtschaft stärker vor Konkurrenz aus dem Ausland geschützt und Zölle auf ausländische Waren angehoben werden. Die Pläne für das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa liegen nun wohl erst einmal auf Eis.

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