US-Diplomat: Enge Bindung zwischen USA und Europa zu Ende

Der US-Diplomat John Kornblum rechnet mit dem baldigen Ende der engen Beziehungen zwischen den USA und Europa. Europa brauche dann mehr Eigenständigkeit, um die kommenden Umstürze zu meistern.

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Nach der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten sieht der langjährige frühere US-Botschafter John Kornblum einen Wandel in den transatlantischen Beziehungen kommen, berichtet AFP. Deutsche und Europäer seien künftig mehr denn je auf sich gestellt, schreibt Kornblum in einem Beitrag. „Der amerikanische Schirm über Europa ist für immer weggezogen.“ Trumps Wahl „markiert das Ende der Nachkriegswelt“.

Kornblums Blick in die Zukunft erscheint wenig verheißungsvoll. „Vielleicht werden die Europäer jetzt einen verstärkten Willen zur Verantwortung finden“, schreibt Kornblum weiter. „Sie werden ihn angesichts der Umstürze, die auf uns zukommen, brauchen.“ Kornblum war für die Regierung von US-Präsident Bill Clinton Botschafter in Deutschland.

Trump hatte bei der US-Präsidentschaftswahl am Mittwoch die Demokratin Hillary Clinton besiegt. Der designierte 45. US-Präsident hatte im Wahlkampf unter anderem angekündigt, die europäischen Partner für militärische Unterstützung durch die USA künftig stärker zur Kasse bitten zu wollen und eine verstärkte Hinwendung seines Landes auf die nationalen Eigeninteressen angedeutet.

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