Türkei: Parlament stimmt Bau von Turkish Stream zu

Am Donnerstagabend hat das türkische Parlament das Gesetz zum Bau der russisch-türkischen Pipeline Turkish Stream ratifiziert.

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Die Pipeline Turkish Stream würde die Türkei zu einem Energiezentrum machen. Ähnliches würde auch Deutschland mit der Erdgas-Pipeline Nord Stream zugute kommen.

Mit Turkish-Stream wäre die Türkei ein wichtiges Transitland für Erdgas-Lieferungen nach Europa. (Foto: Gazprom)

Das türkische Parlament hat am Donnerstagabend das Gesetz zum Bau der russisch-türkischen Gas-Pipeline Turkish Stream ratifiziert, berichtet die Hürriyet. Es gab 210 Ja-Stimmen und sieben Nein-Stimmen, so TRT Deutsch.

Ankara und Moskau unterzeichneten das Gaspipeline-Abkommen in Istanbul am 10. Oktober, nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der russische Präsident Wladimir Putin ein Treffen veranstaltet hatten, um die Beziehungen nach der Jet-Krise weiter zu normalisieren. Es ist geplant, dass die Offshore-Sektion von Turkish Stream vier Stränge mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmeter umfasst.

Der Sprecher der Außenbeziehungen des russischen Unterhauses und Generalsekretär der Regierungspartei „Einiges Russland“, Sergej Zhelezniak, sagte daraufhin, dass die Ratifizierung an deutliches Zeichen für die Bemühungen der Türkei sei, die russisch-türkischen Beziehungen zu verbessern, berichtet die Zeitung Sabah.

Durch den Bau von Turkish Stream würde auch die EU eine Chance erhalten, Energie über eine Route zu bekommen, die nicht durch die Ukraine führt. Doch die US-Regierung ist gegen das Projekt. Die USA möchten ihr Fracking-Gas auf den europäischen Markt bringen. Der weitere Zufluss von russischem Gas nach Europa wird konkurrenzbedingt abgelehnt. Zudem könnten die USA die Gas-Pipelines aus Russland kontrollieren, wenn sie durch die Ukraine fließen.

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