Migranten sorgen für höhere Geburtenrate in Deutschland

Die Geburtenrate in Deutschland wächst aufgrund der Migration erstmals seit 33 Jahren wieder. Etwa jedes fünfte Neugeborene hat eine im Ausland geborene Mutter.

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Migranten sorgen dafür, dass die Geburtenrate in Deutschland erstmals seit 33 Jahren wieder ansteigt, berichtet Bloomberg. 2015 war die Anzahl der Geburten pro Frau durchschnittlich von 1,4 Kinder auf 1,5 Kinder angestiegen. Jedes fünfte Neugeborene hat demzufolge eine Mutter, die im Ausland geboren wurde, hat das Statistische Bundesamt laut Bloomberg ermittelt. Bloomberg berichtet, dass der Anstieg bereits vor der Ankunft der Flüchtlinge im Jahr 2015 als Trend zu erkennen gewesen sei.

Besonders hinsichtlich der Tatsache, dass in naher Zukunft immer weniger Arbeitstätige die Einkommen der Rentner finanzieren müssen, seien dies gute Nachrichten, sagt Stijn Hoorens von der amerikanischen Denkfabrik Rand Corporation. Deutschland sei noch weit dem Wert von 2,1 Kindern pro Frau entfernt, welcher die Anzahl der Einwohner beständig hält. Die Einwanderung aus Ländern wie Afghanistan und Syrien könnte dies langfristig ändern, weil die Familien dort durchschnittlich viel größer sind, sagt Hoorens.

Dem Präsidenten des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, zufolge, solle sich Deutschland jedoch nicht allein auf die Einwanderung verlassen, um den Bevölkerungsschwund zu bekämpfen. Wichtiger seien politische Maßnahmen für Familien wie längere Elternzeiten oder mehr staatliche Zuschüsse bei der Kinderbetreuung, sagte Klingholz Bloomberg.

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