Gemischtes

Sänger George Michael gestorben

Lesezeit: 1 min
26.12.2016 02:46
Mit «Last Christmas» setzte George Michael einen Hit, der seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig zu ‎den Feiertagen ertönt. Jetzt ist der Sänger zu Weihnachten überraschend gestorben.‎
Sänger George Michael gestorben

Mehr zum Thema:  
Kultur >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Kultur  

Der britische Popsänger George Michael ist tot. Der 53-Jährige sei zu Hause friedlich ‎gestorben, berichtete die Agentur PA in der Nacht zum Montag unter Berufung auf seinen Publizisten. ‎‎«Mit großer Trauer bestätigen wir, dass unser geliebter Sohn, Bruder und Freund George während der ‎Weihnachtstage zu Hause friedlich entschlafen ist», teilte der Publizist mit. ‎

Der Sänger und Komponist lebte zuletzt in Highgate bei London. Im Namen der Familie bat der Publizist, ihr ‎Privatleben «in dieser schwierigen Zeit» zu respektieren. «Gegenwärtig gibt es dazu keinen weiteren ‎Kommentar.» ‎

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben am frühen Nachmittag in ein Haus in Goring-on-Thames in ‎Oxfordshire, etwa 90 Kilometer von London entfernt, gerufen. Sie geht bislang von einem ungeklärten ‎Todesfall aus, sieht aber keine verdächtigen Umstände. Die Leiche soll aber obduziert werden. ‎

Musiker äußerten sich in den sozialen Medien tief bestürzt. Elton John schrieb auf Instagram, er habe ‎einen geliebten Freund und einen brillanten Künstler verloren. Der Sänger Martin Fry von der Band ‎ABC twitterte: «Ich bin am Boden zerstört.“»

George Michael ist der Sohn einer Britin und eines griechisch- zypriotischen Vaters; sein richtiger Name ‎lautet Georgios Kyriakos Panagiotou. Seine Karriere startete er mit seinem Schulfreund Andrew ‎Ridgeley. Sie gründeten das Duo «Wham», das in den 80er Jahren zahlreiche Hits landete. ‎Bekanntestes Lied aus dieser Zeit ist der auch heute noch beliebte Weihnachtsschlager «Last ‎Christmas».‎

Später setzte Michael seine Karriere als Solo-Musiker fort und landete 1987 mit seinem Werk «Faith» ‎einen weiteren großen Erfolg.

In den 90er Jahren erlebte er viele persönliche Schicksalsschläge - vor allem der Tod seiner Mutter und ‎seines Lebensgefährten stürzten ihn in tiefe Krisen, wie er in einem Interview mit der ‎Nachrichtenagentur dpa erzählte: «So vielen Menschen, die ich liebte, passierten schreckliche Sachen. ‎Es war fast bizarr.»‎

Michael verfiel in Depressionen und begann, Drogen zu nehmen. Er haderte lange damit, seine ‎Homosexualität verstecken zu müssen, die dann nach einer Festnahme in den USA publik wurde. ‎

Insgesamt verkaufte Michael in seiner fast 40 Jahren dauernden Karriere fast 100 Millionen Alben. ‎

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Kultur >

DWN
Finanzen
Finanzen Nur eine Rezession in den USA kann Japan und den Yen noch retten

Wenn die US-Wirtschaft nicht bald in eine Rezession eintritt, droht Japan der Zusammenbruch der Währung und eine politische Revolte. Die...

DWN
Deutschland
Deutschland Trotz Energiekrise: Ausbau der Windkraft geht nur schleppend voran

Der Ausbau der Windkraft an Land ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ins Stocken geraten.

DWN
Finanzen
Finanzen „Zentralbank der Zentralbanken“ gründet Liquiditätspool für Renminbi

Zusammen mit mehreren Staaten legt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich einen Liquiditätspool in der chinesischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie eine Familienstiftung vor staatlicher Enteignung schützt

Parteien und Gewerkschafter fordern immer wieder eine Vermögensabgabe. Wer sich davor schützen möchte, dem raten Experten zu einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bloß raus aus Russland: Rückzug westlicher Firmen wird zum Eigentor

Als der Ukraine-Krieg begann, wurden westliche Unternehmen zum Rückzug aus Russland gedrängt. Dieser ist zwar schnell verkündet. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Riskante Wette: US-Pensionsfonds setzen verstärkt auf Hebelwirkung

Die staatlichen Pensionsfonds in den USA investieren massiv mit geliehenem Geld. Dies soll die Renditen steigern und die großen...

DWN
Politik
Politik Angriffsdrohungen und ein mysteriöser Brief: Lukaschenko und der Krieg

Der weißrussische Machthaber gilt zwar als Unterstützer Putins, hielt sich bislang aber aus dem Ukraine-Krieg raus. Dann kamen die...

DWN
Deutschland
Deutschland Energieriese soll mit Steuergeld gerettet werden

Erst die Banken, dann die Fluglinien und jetzt die Energieriesen. Erneut bittet eine Branche darum, mit Steuergeldern gerettet zu werden....