Türkei: Erste Razzien bei Gegnern von Erdogan

 

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19.04.2017 13:24
Türkei: Festnahmen von Gegnern des Referendums.
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Am Mittwochmorgen haben die Anti-Terror-Einheiten der Istanbuler Polizei in zahlreichen Wohnungen Razzien durchgeführt. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Zuvor wurden Haftbefehle gegen 38 Personen ausgestellt, berichtet OdaTV. Das Mitglied der Studenten-Kollektive, Deniz Can Sarıkaya, wurde in der Wohnung seiner Familie festgenommen.

Seine Mutter Nurten Sarikaya sagte den Medien, dass ihrem Sohn "Aufstachelung der Bevölkerung" am Tag des Referendums vorgeworfen wirde. Weitere festgenommene Personen sollen führende Mitglieder der Partei der Freiheit und Solidarität (ÖDP) sein, die im Vorfeld des Referendums Proteste gegen das Referendum organisiert hatten. Die ÖDP ist Vollmitglied der Europäischen Linkspartei. Bisher wurden die Festnahmen von folgenden Personen bestätigt: Göksel Birol, Arınç Onat Kılınç, Ömer Kabakçı, Berkay Ustabaş, Abdullah Atalay, Serdal Gül, Mesut Geçgel, Abdurrahman Atalay, Anıl Bayraktar, Arınç Kılıç, Onur Can Yağcı, Ozan Barış Akdoğdu, Furkan Seyhan, Ufuk Çavdar, Ersin Ersözlü, Berat Karaaslan.

Allen Betroffenen wird "Aufstachelung der Bevölkerung" vorgeworfen. Währenddessen hat der Chefberater des türkischen Präsidenten, Mustafa Varank, über Twitter diversen Journalisten vorgeworfen, dass auch sie die Bevölkerung aufstacheln würden. Sie würden Stimmung gegen jene Bevölkerungsteile machen, die beim Referendum mit Ja gestimmt haben.

Die türkische Polizei hat am Mittwoch auch ehemalige 22 Mitarbeiter des Staatssenders TRT festgenommen, berichtet Mavi Kocaeli. Den Mitarbeitern wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen. Sie sollen der Gülen-Bewegung angehören, die in der Türkei als Terrororganisation eingestuft wird.


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