Volkswagen hofft auf schnelle Lösung der Krise in Katar

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
06.06.2017 16:11
Der Konflikt um Katar betrifft auch Volkswagen: Der Staatsfonds von Katar ist größer Shareholder bei VW.
Volkswagen hofft auf schnelle Lösung der Krise in Katar

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) hält etwa 17 Prozent am VW-Konzern im Wert von 11,7 Milliarden Dollar. Nach Angaben von Bloomberg ist die QIA damit der größte Anteilseigner von VW. Das ist die zweitgrößte börsennotierte Beteiligung der QIA nach ihrer etwa 52-prozentigen Beteiligung an der Qatar National Bank QPSC. Ein Sprecher von VW sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass der Konzern die Entwicklungen in Katar beobachte. Angaben zu den Investoren könne VW nicht machen. Der Sprecher wörtlich: "Wir beobachten die aktuelle Entwicklung und hoffen auf eine schnelle Lösung des Konflikts."

Zudem sagte ein Sprecher der Deutschen Bank den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass „zwei Linien der Königsfamilie“ – und weder die QIA noch Katar als Staat – jeweils 3,05 Prozent an der Deutschen Bank halten würden. Arab Finance berichtet, dass es sich bei den Anteilseignern um Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber Al-Thani und seinen Cousin Hamad bin Khalifa Al-Thani handeln würde, die die Anteile über Vehikel Paramount Services und Supreme Universal halten. Auf Nachfrage, wie sich die aktuellen Ereignisse in Katar auf die Investitionen Katars bei der Deutschen Bank auswirken könnten und wie wichtig Katar als Investor bei der Deutschen Bank ist, sagte der Sprecher der Deutschen Bank: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihre Fragen nicht kommentieren möchten.“

Nach Angaben des Qatar Tribune ist der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Katar in den ersten beiden Quartalen 2016 um 33 Prozent gestiegen. „Katar engagiert sich bei der von Privatunternehmen im Land. Wir wollen auch verschiedene Projekte im Rahmen des Public Public Partnership (PPP)-Modells (…) im Zusammenhang mit der WM 2022 starten (…). Wir brauchen das Fachwissen deutscher Unternehmen, um solche Projekte durchzuführen“, so der Vorsitzende der Qatari Business Association, Sheikh Faisal Bin Qassim al Thani.“

Nach Angaben der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer belaufen sich die katarischen Investitionen in die deutschen Technologie-, Banken- und Automobilsektoren auf 25 Milliarden Dollar. „Deutschland ist ein wichtiger Partner für Katar und die deutsche Wirtschaft ist die stärkste in Europa. Die laufenden Projekte der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 lockten viele deutsche Unternehmen an, um an diesen Mega-Projekten teilzunehmen. Über 200 deutsche Unternehmen sind in Katar tätig“, so Bin Jassim al-Thani.

Die deutsche Botschaft in Doha berichtet, dass 64 deutsche Unternehmen Repräsentanzen in Katar hätten. Darunter befänden sich die Allianz, Audi, die Deutsche Bank, BMW, Siemens, Thyssen Krupp, Solar World und Wintershall.

Anfang Mai 2017 hatte die staatliche Qatar General Water & Electricity an Siemens einen Großauftrag zur Erweiterung des Stromübertragungsnetzes im Wert von 861 Millionen Dollar vergeben. „Siemens engagiert sich für die Bereitstellung zuverlässiger und innovativer Produkte für dieses ehrgeizige Projekt, das dem wachsenden Strombedarf in einem sich schnell entwickelnden Land gerecht werden wird“, zitiert Power Engineering International Ralf Christian von Siemens. Die QIA hält 21 Prozent der Anteile an Siemens, so NBC News.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wo das Virus Stellen schafft: Diese Branchen suchen Mitarbeiter

Schuhe kaufen, Konzerte besuchen, Autos am Fließband zusammenbauen - das geht alles nicht mehr. Nudeln kaufen, zum Arzt gehen, Spargel...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland baut seine Dominanz auf Europas Gasmarkt aus

Die russischen Gaslieferungen nach Europa haben zwar abgenommen, doch der russische Marktanteil wird sich erhöhen, da andere Lieferanten...

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Politik
Politik Erst Russland, jetzt Türkei: Italien erhält immer mehr Hilfe von Nicht-EU-Staaten

Die Türkei hat im Kampf gegen Corona Hilfsgüter nach Italien und Spanien entsendet. Italiens Außenminister Luigi Di Maio bedankte sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Top-Mediziner: Für einen Großteil der Deutschen ist Corona völlig ungefährlich

Der Top-Mediziner Stefan Willich sagt, dass das Corona-Virus für einen Großteil der Deutschen völlig ungefährlich sei. Ein Vergleich...

DWN
Politik
Politik Gorbatschow fordert in Corona-Krise Umdenken der Weltpolitik

Der russische Friedensnobelpreisträger und Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow sagt in einem Interview: "Krieg und Wettrüsten können...

DWN
Politik
Politik Kriegsschiff rammt gezielt deutschen Kreuzer und sinkt am Ende selbst

Ein venezolanisches Kriegsschiff hat ein deutsches Kreuzfahrtschiff gezielt gerammt, um es wegzudrängen. Der deutsche Kreuzer wurde nicht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weltgrößter Produzent „Alrosa“ erwägt Online-Verkauf von Diamanten

Alrosa erwägt angesichts der Corona-Krise Optionen für den Online-Handel mit Diamanten.

DWN
Politik
Politik Wegen Corona: Erste Stadt in China verbietet Verzehr von Hunden und Katzen

In China hat die Stadt Shenzhen wegen der Corona-Pandemie den Verzehr von Hunden und Katzen verboten. In China werden jährlich zehn...

DWN
Deutschland
Deutschland Springer goes digital: Die Bild-Zeitung erhält die Rundfunklizenz

Die "Bild"-Zeitung des Axel-Springer-Konzerns hat für ihre digitalen Livestream-Angebote eine Rundfunklizenz erhalten.

DWN
Deutschland
Deutschland Die Telemedizin erlebt in Deutschland eine Renaissance

In der Corona-Krise nutzen deutlich mehr Ärzte Videosprechstunden. Die Telemedizin erlebt in Deutschland eine Renaissance.

DWN
Politik
Politik Corona-Sammelklage: USA fordern über 20 Billionen von China

In den USA werden wegen der Corona-Krise zahlreiche Schadensersatzklagen eingereicht. In nur einem einzigen Sammelklagenfall fordern die...

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

DWN
Politik
Politik Größtes russisches Flugzeug mit Hilfsgütern in New York gelandet

Am Mittwochabend ist in New York das größte russische Frachtflugzeug mit Hilfsgütern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelandet.

celtra_fin_Interscroller