Digitale Konzepte gegen das Verkehrschaos

 

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19.06.2017 07:21
Schlagzeilen und Tatsachen, die tagtäglich unser Leben bestimmen: Verkehrschaos. Ganz lässt sich das Chaos auf den Straßen wohl nicht verbannen, aber es gibt digitale Konzepte für die Zukunft.
Digitale Konzepte gegen das Verkehrschaos

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Wer kennt das nicht: Ob Unfälle, Dauerstarkregen, Baustellen, Sperrungen, Ausflugsverkehr am Wochenende oder Ferienzeit – das Verkehrschaos auf unseren Straßen und Autobahnen ist Alltag. Der Grund: das Verkehrsaufkommen nimmt ständig zu. Die Folgen sind verstopfte Städte und Verkehrskollaps.

Die Digitalisierung und Vernetzung in künftigen Smartcars ist eine Möglichkeit, dies zu ändern. Und das ist inzwischen keineswegs mehr nur reine „Zukunftsmusik“ oder Visionen aus einer fernen Science Fiction.

Selbst wenn es in Deutschland noch viel Skepsis gegenüber teilautomatisierten oder gar selbstfahrenden Autos gibt – die Digitalisierung der Autos lässt sich nicht aufhalten. Die Konkurrenz kommt aus Asien und aus den USA. Autonome Fahrzeuge werden den Straßenverkehr revolutionieren. Und damit auch den Verkehrsfluss besser koordinieren.

Die Entwicklung dorthin ist schon längst im Gang und ist das Ergebnis intensiver Forschungsarbeit und großer technologischer Sprünge. Jedes Jahr kommen verfeinerte elektronische Assistenten in unseren Autos auf den Markt: Bauteile wie Ultraschallsensoren, Laserscanner, Steuergeräte und Videokameras werden stets leistungsfähiger und günstiger. „Analysten und Branchenexperten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 jedes neue Automobil, das die Fertigung verlässt, mit dem Internet verbunden sein wird“, prognostiziert der Bundesverband Digitale Wirtschaft.

Autonom fahrende Autos werden in naher Zukunft also die Rolle als Teil des Internets der Dinge neu definieren. Auch selbstfahrende Busse werden derzeit getestet. Schon in wenigen Jahren sollen sie in auf den Straßen unterwegs sein. Doch um das Verkehrschaos in den urbanen Ballungsräumen zu bannen wird es darauf ankommen, dass die Zahl der Verkehrsteilnehmer abnimmt.

Dies wird nur gelingen, wenn die Shared Mobility deutlich wächst. Also die Menschen auf Ride-Sharing, Taxi-Sharing und Carsharing zugreifen, statt mit dem eigenen Wagen zu fahren. Und das wird vor allem für junge Menschen infrage kommen. Was ja auch Sinn macht, wenn man sich wegen KFZ-Steuern, Versicherung, Reparaturen und TÜV nicht mehr den Kopf zerbrechen muss. Sogar der Öffentliche Personen Nahverkehr ist hier auf dem richtigen Weg und bietet Shared-Services an.

„Die Idee dahinter ist, dass man Wege in einer Stadt bündelt“, sagt Bruno Ginnuth von Clever Shuttle, Berlin. „Wenn zwei Leute auf einen ähnlichen Weg buchen, macht es Sinn, sie gemeinsam zu befördern, weil es verkehrsgünstiger wirkt. Statt zwei Mal ein Auto zu nehmen, nimmt man eben nur eins. Und jeder einzelne Fahrgast spart eine Menge Geld“.

Die Entwicklung könnte sogar noch in eine ganz andere Richtung gehen, auch im Öffentlichen Nahverkehr. „Die Sammeltaxen könnten auf Schienen fahren, doch Fahrpläne und feste Haltestellen gibt es nicht“, berichtet die Deutsche Welle. „Sie werden per Smartphone bestellt und finden den Weg von allein. Die Zahl der privaten Fahrzeuge in Städten könnte also sinken, dafür gibt es immer mehr Carsharing-Autos. In Berlin werden sich diese in den nächsten Jahren verfünffacht haben“.


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