Argentinien bietet Investoren hundertjährige Anleihe an

Argentinien bietet Investoren Staatsschulden mit einer Laufzeit von 100 Jahren an. Die Rendite ist attraktiv.

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Ein argentinischer 100-Peso-Schein. Das Land will seinen Wert durch eine Anleihe steigern. (Foto: dpa)

Ein argentinischer 100-Peso-Schein. (Foto: dpa)

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Argentinien, die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas, plant nach Angaben des Finanzministeriums des Landes die Platzierung einer Staats-Anleihe mit einer Laufzeit von 100 Jahren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete darüber hinaus über Details der Planungen. Im Gespräch soll eine Nominalverzinsung von 8,25 Prozent sein. Dies wäre eine im internationalen Vergleich hohe Verzinsung.

Da die Anleihe offenbar in US-Dollar begeben werden soll, gäbe es kein Wechselkursrisiko. Die Platzierung ist offenbar schon an diesem Montag geplant, hieß es in dem Medienbericht. Der Verkauf werde durch die Banken Citigroup und HSBC durchgeführt und von Banco Santander und Nomura Securities begleitet.

Anleihen mit derart langen Laufzeiten sind eher selten und werden für gewöhnlich von Staaten mit sehr guter Bonität begeben. Die Kreditwürdigkeit Argentiniens hat sich seit der Wahl des wirtschaftsliberalen Präsidenten Mauricio Macri zwar erheblich verbessert, gilt aber noch lange nicht als erstklassig. Zumindest hat das Land die Rückkehr an den internationalen Kapitalmarkt geschafft, es kann sich also wieder zu erträglichen Konditionen im Ausland finanzieren.

Zuvor hatte das Land den Zugang zum Kapitalmarkt vollständig verloren. Spitze des Eisbergs war ein jahrelanger Streit mit Investoren, die sich nicht an einer Umschuldung ihrer Forderungen gegen den argentinischen Staat beteiligen wollten. Dieser Streit wurde erst vor kurzem unter der Regierung Macri gelöst.

Mit der Ausgabe einer hundertjährigen Anleihe reiht sich Argentinien in den Kreis von Staaten wie Mexiko, Irland und Großbritannien ein, die in der Vergangenheit ebenfalls hundertjährige Papiere verkauft haben. Das Land weist gegenwärtig ein Haushaltsdefizit auf und meldete in den vergangenen 200 Jahren 7 Mal Bankrott an, berichtet der Finanzblog Zerohedge.

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