USA überlegen Waffen-Lieferungen an die Ukraine

Die US-Regierung prüft offenbar Waffenlieferungen an die Ukraine. In diesem Fall droht eine Eskalation mit Russland.

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Die US-Regierung prüft offenbar, mit Waffen-Lieferungen in die Ukraine zu beginnen. Der neue US-Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, sagte der BBC, dass die Ukraine neue Defensiv-Waffen erhalten soll. Dabei handle es sich um Panzerabwehr-Waffen. Dies stelle jedoch keine provokative Handlung gegenüber Russland dar.
„Defensive Waffen, die es der Ukraine erlauben würden, sich selbst zu verteidigen und zum Beispiel Panzer unschädlich zu machen, würden hilfreich sein“, sagte Volker. Volker sagte, er erwarte, dass sich das Verhalten Russlands in der Ukraine ändern würde, wenn die Amerikaner Waffen liefern. Die Regierung von BArack Obama hatte die Lieferung von Waffen trotz des anhaltenden Drängens der Neocons stets abgelehnt.

Eine Pentagon-Sprecherin sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die USA haben bisher keine defensive Waffen geliefert. Wir schließen die Möglichkeit, dies zu tun, jedoch nicht aus.“ Außenamtssprecherin Heather Nauert sagte bei einer Pressekonferenz, dass die US-Regierung „noch nicht“ mit dem Prozess begonnen habe, Waffen-Lieferungen zu veranlassen. Sie korrigierte sich später und sagte, dass sie das „noch“ aus ihrer Antwort nehmen wolle.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte zuvor bei seiner Bestätigungsanhörung vor dem US-Senat gesagt: „Ich unterstütze das Bestreben der Ukraine zu ihrer Souveränität“. So könnten die Ukrainer Panzerabwehrwaffen des Typs Javelin erhalten. Das forderte jedenfalls der stellvertretende Verteidigungsminister sowie ehemalige stellvertretende Chef von Boeing, Patrick Shanahan, im US-Senat gefordert, berichtet Bloomberg.

Die Waffe hat die Besonderheit, dass sie nicht gelenkt werden muss, sondern sich ihren Weg selbst sucht – auch wenn sich das Ziel bewegt. Im Gegensatz zu allen anderen Panzerabwehrwaffen weltweit trifft die Javelin-Waffe die Oberseite von Panzern, die nur schwach geschützt ist, berichtet Global Security.

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