Trump hält US-Militärschlag in Venezuela für Option

Präsident Trump hält einen amerikanischen Militärschlag in Venezuela für eine Option zur Lösung der Krise.

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Ein Aktivist mit einem Schild bei Protesten in Caracas, Venezuela, am 10.05.2017. (Foto: dpa)

Ein Aktivist mit einem Schild bei Protesten in Caracas, Venezuela, am 10.05.2017. (Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump zieht ein militärisches Eingreifen in den Venezuela-Konflikt in Betracht. Es gebe mehrere Möglichkeiten, darunter „eine militärische Option“, sagte Trump am Freitag in seinem Golfclub in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey laut AFP. Trump sagte nach einem Treffen mit seinem Außenminister Rex Tillerson und der US-Botschafterin bei den UN,  Nikki Haley, laut NBC, dass die USA „mehrere Optionen“ in Venezuela hätten: „Eine militärische Operation ist sicher eine Möglichkeit, die wir prüfen.“

In Venezuela tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen der Regierung, der Opposition und verschiedenen Aktivistengruppen. Mindestens 125 Menschen wurden bei den politischen Unruhen seit Anfang April getötet. Präsident Maduro hat mehrfach gesagt, dass er davon überzeugt sei, dass die Unruhen aus dem Ausland angezettelt worden seien.

Peru hat aus Protest gegen die Regierung in Caracas den venezolanischen Botschafter Diego Molero ausgewiesen. Der Diplomat müsse das Land binnen fünf Tagen verlassen, teilte das peruanische Außenministerium am Freitag mit. Hintergrund sei „der Bruch der demokratischen Ordnung“ in Venezuela. Aus Protest gegen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro hatte der peruanische Kongress in dieser Woche für die Ausweisung des Botschafters gestimmt.

Peru war am Dienstag außerdem Gastgeber eines Krisentreffens, bei dem zwölf amerikanische Staaten eine Abkehr von der Demokratie in Venezuela verurteilt hatten. Sie beklagten die „Unterdrückung“ und „politische Verfolgung“ unter Maduro und warfen ihm vor, mit der verfassunggebenden Versammlung die Demokratie zu untergraben.

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