Welle von Bomben-Drohungen: Russland spricht von Cyber-Attacke

Seit zwei Wochen halten zahlreiche Bombendrohungen Russland in Atem. Die Behörden sprechen von einem gezielten Cyber-Angriff.

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Der russische Präsident Wladimir Putin. (Foto: dpa)

Der russische Präsident Wladimir Putin. (Foto: dpa)

Seit etwa zwei Wochen kommt es in Russland zu zahlreichen Bombendrohungen gegen öffentliche Gebäude wie Schulden, Krankenhäuser, Flughäfen und Behörden, berichtet Bloomberg. Inzwischen geht die Regierung davon aus, dass es sich dabei um einen koordinierten Cyber-Angriff handelt.

Rund 400.000 Menschen hätten bereits aus mehr als 1000 Gebäuden evakuiert werden müssen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Die Drohanrufe kommen offenbar aus dem Ausland und werden über das Internet getätigt.

„Es handelt sich hier um einen breit angelegten Cyberkrieg mithilfe von Telefon-Terror. Wir werden darauf reagieren“, wird der Vize-Vorsitzende des Verteidigungskomitees, Frants Klintsewitsch, von Bloomberg zitiert.

Allein am Donnerstag sollen rund 15.000 Menschen in acht Städten evakuiert worden sein. Die Schäden der vergangenen Woche sollen sich demnach auf umgerechnet fast 5 Millionen Euro belaufen haben. Zu einer Explosion kam es bislang jedoch nicht und es wurden auch keine Bomben gefunden. Auch hat bisher niemand die Verantwortung für die Drohungen übernommen.

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