Norwegen plant Sondersteuer auf Elektroautos

Die norwegische Regierung plant eine Sondersteuer auf schwere Elektroautos. Bisher waren Elektroautos massiv subventioniert worden.

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Eine Frau steht vor ihrem Haus in Norwegen an einem Tesla-Elektroauto und schließt es zum Laden der Batterien ans Stromnetz an. (Foto: dpa)

Eine Frau steht vor ihrem Haus in Norwegen an einem Tesla-Elektroauto und schließt es zum Laden der Batterien ans Stromnetz an. (Foto: dpa)

Die norwegische Regierung plant eine Sondersteuer auf schwere Elektroautos mit einem Gewicht über 2 Tonnen. Diese Vorgabe führt dazu, dass praktisch nur Autos des Herstellers Tesla betroffen sein werden. Der Preis eines Tesla könnte sich dadurch umgerechnet um bis zu 10.500 Euro erhöhen, berichtet die Financial Times.

Dabei ist jedoch zu bedenken, dass der Kauf von Elektroautos vom norwegischen Staat massiv mit umgerechnet bis zu 48.000 Euro pro Fahrzeug subventioniert wird. Nach Abzug der Steuer bliebe damit noch immer eine staatliche Förderung von mehreren zehntausend Euro pro Tesla-Fahrzeug übrig. Die Subventionen haben dazu geführt, dass Norwegen international über die höchste Zahl an Elektroautos pro Kopf verfügt. Inzwischen werden mehr Elektrowägen als Fahrzeuge mit traditionellem Verbrennungsmotor verkauft.

In Oslo sind Elektroautos inzwischen sogar zu einem Problem für den Verkehr geworden. Busfahrer in den wohlhabenderen Vierteln berichten, dass die Busspuren von Teslas verstopft werden, die dort ebenfalls fahren dürfen. Das hohe Gewicht der Fahrzeuge hat inzwischen dazu geführt, dass die Straßen beschädigt werden.

Vertreter der Elektro-Branche äußern sich besorgt. „Dies ist eine Bombe. Dies bedeutet, dass mit der gesamten Branche gespielt wird. Es ist ein schlechtes Signal und wird die Entscheidung der Kunden beeinflussen“, wird die Generalsekretärin der norwegischen Vereinigung für Elektroautos, Christina Bu, von der FT zitiert.

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