Handelsgeschäfte der US-Großbanken brechen ein

Das Handelsgeschäft US-amerikanischer Großbanken ist im dritten Quartal eingebrochen.

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Als eine von wenigen US-Großbanken hat Goldman Sachs im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Wegen des schwachen Anleihehandels und höherer Steuern sank der Nettogewinn um drei Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar, wie die Investmentbank am Dienstag mitteilte. Die Erträge stiegen hingegen um zwei Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen noch stärkeren Gewinnrückgang erwartet, die Goldman-Sachs-Aktie legte daher vorbörslich zu.

Die Erträge im Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen brachen um 26 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar ein. Auch die anderen US-Großbanken hatten zuvor über ein schwächelndes Handelsgeschäft berichtet.

Wie Citigroup, Bank of America und JP Morgan bekam auch Morgan Stanley im jüngsten Quartal den schwächelnden Anleihehandel zu spüren. Hier gingen die Erträge um ein Fünftel zurück. Vor Jahresfrist hatten die US-Präsidentschaftswahl und die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, das Handelsgeschäft noch angekurbelt.

Bei der Bank of America fielen die Erträge im Anleihehandel um 22 Prozent. Über einen ähnlich starken Rückgang hatten am Donnerstag bereits die Citigroup und JP Morgan berichtet. Das ist ein schlechtes Omen für die Deutsche Bank, die besonders im Anleihehandel stark ist. Sie legt ihre Zahlen am 26. Oktober vor.

Bei JP Morgen brachen die Erträge im Anleihehandel um 27 Prozent ein, im gesamten Handelsgeschäft betrug das Minus 21 Prozent. Bei der Citigroup schrumpften die Handelserträge um elf Prozent.

Eine Besserung im Anleihehandel, der schon in den Vorquartalen schwächelte, scheint nicht in Sicht. Auch im vierten Quartal würden die Erträge im Handelsgeschäft niedriger als im Vorjahreszeitraum sein, sagte JP-Morgan-Finanzchefin Marianne Lake. Insgesamt steigerte JP Morgan die Erträge um 2,7 Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar, Citigroup konnte sie um zwei Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar erhöhen.