Leck an Nordsee-Pipeline treibt Ölpreis an

Ein Leck an einer Pipeline in der Nordsee hat dem Ölpreis Auftrieb gegeben.

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Die Außerbetriebnahme einer Pipeline in der Nordsee hat am Dienstag die Ölpreise weiter in die Höhe getrieben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 65,70 Dollar je Barrel (159 Liter) und kostete so viel wie seit dem Sommer 2015 nicht mehr. Damit stieg Brent auch erstmals seitdem wieder über die markttechnisch wichtige Marke von 65 Dollar. US-Leichtöl WTI notierte mit 58,52 Dollar knapp ein Prozent höher.

„Brent schnellte nach oben, als bekanntwurde, dass das Forties-Pipeline-Netz für einige Wochen wegen eines Haarrisses geschlossen bleibt“, sagte Jeffrey Halley, Markanalyst beim Brokerhaus OANDA in Singapur.

Der Betreiber Ineos hat bislang noch keinen Zeitrahmen für die Reparatur genannt. Das kleine haarfeine Leck werde weiter untersucht, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Die Pipeline sei nun geschlossen, der Druck abgebaut. Am Montag hatte er eingeräumt, dass die Reparatur eher Wochen denn Tage in Anspruch nehmen würde.

Durch die Leitung fließen normalerweise die Menge von 450.000 Barrel Öl am Tag von der Nordsee nach Schottland, wo das Öl verarbeitet oder weitertransportiert wird. Forties ist die größte einer Reihe von Nordsee-Ölsorten, die im richtungsweisenden Brent zusammengefasst sind.