Politik

BDI: Raffinerien bleiben für Energie-Sicherheit unerlässlich

Lesezeit: 1 min
02.02.2018 17:22
Einer Studie zufolge werden Raffinerien trotz der Klimaschutz-Ziele weiterhin wichtig bleiben, um bezahlbare Mobilität, Wärme und die Rohstoffversorgung der chemischen Industrie zu garantieren.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) werden trotz der Ziele zum Klimaschutz Raffinerien in Deutschland weiterhin für bezahlbare Mobilität, Wärme und die Rohstoffversorgung der chemischen Industrie gebraucht. Das geht aus der BDI-Studie „Klimapfade für Deutschland” hervor.

80 Prozent Treibhausgasreduktion sei bis 2050 zwar grundsätzlich technisch und ökonomisch machbar. Doch zwingende Voraussetzung sei, energieintensive Unternehmen von klimapolitisch bedingten Zusatzlasten zu befreien, solange international nicht vergleichbare Bedingungen bestehen, argumentiert der BDI in einer Mitteilung.

Der BDI wörtlich: „Den Berechnungen zufolge erfordert die Erreichung eines 80-Prozent-Klimaziels Mehrinvestitionen von etwa 1,5 Billionen Euro bis 2050. Dabei unterstellt die Studie eine optimale Umsetzung, auch durch die Politik. Eine 95-prozentige Treibhausgas-Reduktion dagegen würde nach heutigem Stand an erhebliche Akzeptanz- und Umsetzungsgrenzen stoßen und wäre nicht realistisch erreichbar. Sie wäre erst dann vorstellbar, wenn es global in allen wichtigen Wirtschaftsräumen vergleichbare Klimaschutzanstrengungen gäbe”.

Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), Christian Küchen, sagt in Bezug auf die BDI-Studie: „Die Studie hat gezeigt, dass Raffinerien unabhängig vom Ambitionsniveau beim Klimaschutz eine wesentliche Rolle sowohl für industrielle Wertschöpfungsketten wie auch für die Energie-versorgung des Verkehrssektors spielen werden”.

Deshalb sei es umso wichtiger, dass langfristig ein wirksamer Schutz vor Abwanderung in weniger streng regulierte Volkswirtschaften (Carbon Leakage) gewährleistet werde.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft TurkStream-Pipeline: Lizenzentzug durch neue Sanktionen

Die kürzlich beschlossenen schärferen Sanktionen gegen Russland haben Folgen für die TurkStream-Pipeline. Der Gaspipeline wurde die...

DWN
Politik
Politik Am Tag der deutschen Einheit: Polen fordert Reparationen von Deutschland

Polen hat seine Drohung gegen Deutschland wahr gemacht. Das Land fordert jetzt offiziell Reparationszahlungen aufgrund des Zweites...

DWN
Deutschland
Deutschland Regierungsberater warnen: Das Sozialsystem ist gefährdet

Die Finanzierbarkeit der deutschen Sozialkassen steht auf dem Spiel, warnen Regierungsberater. Für die nächsten Generationen könnte das...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum der Dollar unter Druck immer stärker wird

Trotz zügelloser Inflation und gebremstem Wachstum wird der US-Dollar immer stärker. Das verblüfft sogar viele Experten.

DWN
Finanzen
Finanzen Credit Suisse: Kreditausfallversicherungen steigen sprunghaft an

Der neue Chef von Credit Suisse versucht, die Märkte zu beruhigen, nachdem die Kosten ihrer Kreditausfallversicherungen auf den höchsten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Navigation durch eine Welt im Schock

Machen wir uns nichts vor: Wir leben nicht länger in einer stabilen, regelgestützten Weltordnung. Die Tage der Unipolarität und des...

DWN
Finanzen
Finanzen Zollfreilager für Edelmetalle: Lohnt sich das für Privatanleger?

Mit der Lagerung im Zollfreilager sparen Privatanleger die Mehrwertsteuern auf die Weißmetalle Silber, Platin und Palladium. Ein guter...

DWN
Technologie
Technologie Boeing: Der Traum vom unbemannten E-Flugtaxi

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat ein Konzept ausgearbeitet, wonach es in Zukunft unbemannte E-Flugtaxis geben soll. Doch davor müssen...