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Studie: Immobilien-Preise in Süddeutschland steigen stark

Lesezeit: 1 min
01.04.2018 20:26
Einer Studie zufolge könnten die Immobilienpreise in Süddeutschland in den kommenden Jahren stärker steigen als im Rest Deutschlands.
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In mehr als der Hälfte der deutschen Landkreise und Städte können Immobilienbesitzer davon ausgehen, dass ihr Haus oder ihre Wohnung bis mindestens 2030 an Wert gewinnt. Ein Grund für die große Nachfrage am Wohnungsmarkt sind vor allem steigende Einwohnerzahlen in den Metropolen und in Süddeutschland, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie im Auftrag der Postbank ergab.

Für die Prognose berechneten Ökonomen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) ein Modell aus regionalen Daten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, der Einkommensentwicklung, den Wohnausgaben und dem Wohnungsangebot. So wollen sie die Entwicklung der Immobilienpreise von 2017 bis 2030 vorhersagen. Die Inflation wird dabei ausgeklammert.

Den absolut stärksten Preisanstieg wird demnach München mit jährlich real 1,5 Prozent verzeichnen - dabei ist die bayerische Metropole ohnehin schon die bundesweit teuerste Stadt. Derzeit kostet eine Immobilie dort im Schnitt 6.790 Euro je Quadratmeter. 2017 waren die Preise noch um 8,6 Prozent gestiegen. „Die Zeiten der Preissprünge in den Metropolen dürften aber dem Ende entgegengehen“, erklärte Eva Grunwald, Bereichsleiterin für das Immobiliengeschäft Privatkunden bei der Postbank. Die Preisentwicklung flache zunehmend ab.

Düsseldorf und Hamburg folgen in der Rangliste mit einem realen Preisanstieg von je etwa einem Prozent. Berliner Immobilien, die vergangenes Jahr im Schnitt 11,4 Prozent im Wert stiegen, sollen sich bis 2030 nur noch um 0,5 Prozent jährlich verteuern. Sie kosten derzeit 3.680 Euro je Quadratmeter.

Heilbronn in Baden-Württemberg könnte sich als gute Anlage für Käufer erweisen, denn der prognostizierte jährliche Preisanstieg liegt dort mit drei Prozent am höchsten. Derzeit kostet ein Quadratmeter dort im Schnitt 2.530 Euro. Generell finden sich laut Postbank im Süden der Republik fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Anleger. Allerdings lägen die Preise dort oft schon jenseits der 3.000 Euro.

„Bei besonders hohen Preisen sollten Käufer ganz genau hinsehen“, erklärte Grunwald. „Es besteht das Risiko, dass erwartete Wertgewinne bereits spekulativ in die aktuellen Wohnungspreise eingeflossen sind“.

Negativ sei die Preisentwicklung für Hausbesitzer in den östlichen Bundesländern abseits der Großstädte sowie im Ruhrgebiet und im Saarland. Ihnen rät Grunwald, sich vor Augen zu halten, dass „schon das Wohnen im Eigenheim - auch im Alter - einen hohen Wert darstellt“.

 


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