Erdogan fordert Währungs-System mit Gold-Deckung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert eine Abkopplung vom Dollar und eine Goldbindung bei internationalen Krediten.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert, dass internationale Kredite künftig in Gold statt in US-Dollar zurückgezahlt werden sollten. Wie ahvalnews.com berichtet, verband Erdogan die Forderung mit einer scharfen Kritik am Internationalen Währungsfonds (IWF).

„Was ich sage ist, dass diese Schulden in Gold bezahlt werden sollten. Denn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist Gold einzigartig. Die Welt setzt uns kontinuierlich mit dem Dollar unter Druck“, wird Erdogan zitiert. „Wir müssen die Staaten und Nationen von diesem Druck retten.“

Erdogan kritisierte den IWF scharf. Dessen Verhalten sei mit einer Bevormundung zu vergleichen. Die Türkei habe Schulden in Höhe von 23,5 Milliarden Dollar an den IWF beglichen. „Wer hat den IWF erschaffen? Diese Staaten. Ich machte an einem Treffen der G20 den Vorschlag, Geld zu sammeln und mit Gold zu decken. Lasst uns ein anderes Währungssystem aufbauen.“

Die türkische Lira ist in den vergangenen Jahren unter starken Druck geraten. Sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro brach ihr Wechselkurs ein. So mussten vor 5 Jahren noch etwa 2,40 Lira für den Euro bezahlt werden – heute sind es etwa 5,08 Lira. Einen Dollar konnte man vor 5 Jahren noch für etwa 1,80 Lira kaufen. Heute beträgt der Wechselkurs etwa 4,10 Lira.

Erdogans Vorschlag eines goldgedeckten Kreditsystems fällt in eine Zeit, in der die türkische Zentralbank große Mengen Gold erwirbt. So belaufen sich die Importe für die ersten drei Monate des Jahres inzwischen auf 91 Tonnen. Mit 591 Tonnen Gold gehört die Türkei außerdem zu den Ländern mit den weltweit größten Goldreserven.

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