Neuer 4D-Drucker verkürzt Prozesse in Elektrotechnik

US-Forscher haben einen 4D-Drucker entwickelt, der unter anderem elektronische Komponenten und Prothesen drucken soll.

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Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology (kurz: Georgia Tech) haben einen besonders leistungsstarken 4D-Drucker entwickelt, der unter anderem elektronische Komponenten und Prothesen drucken soll. Das berichtet die Ingenieurs-Vereinigung „Institution of Mechanical Engineers“. Bedeutung hat der Drucker vor allem für die Elektrotechnik: Denn mittels dieser Technik können elektrische Kabel direkt in die jeweiligen Elektronikkomponenten wie beispielsweise Sensoren und Antennen eingesetzt werden. Das verkürzt die gesamte Produktionskette auf nur einen einzigen Schritt.

Die Komponenten wiederum sollen im Automobil- und Flugzeugbau eingesetzt werden. Die Prothesen könnten später allen Bedürftigen zu Gute kommen. Derzeit arbeiten die Wissenschaftler mit einem Kinderkrankenhaus in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) zusammen, um festzustellen, ob die vom neuen Drucker hergestellten Prothesen praxistauglich sind.

Beim 4D-Druck entstehen, genau wie beim 3D-Druck, dreidimensionale Werkstücke. Es wird jedoch noch eine vierte Dimension berücksichtigt, die Zeit. Das heißt, die im 4D-Druck hergestellten Gegenstände können lange nach ihrer Herstellung auf Umwelt-Einwirkungen reagieren, beispielsweise auf Wasser, Temperatur, Vibration oder Schall. In ihren ersten Versuchen druckten die US-Forscher eine Blume, die ihre Blüten selbst schließen konnte. Der neue 4D-Drucker bezieht seine besondere Leistungsfähigkeit aus der gleichzeitigen Anwendung unterschiedlicher Druck-Techniken, darunter Aerosole, Inkjet, DIW und FDM, sowie dem Gebrauch von Formgedächtnis-Polymeren (SMP). Der 4D-Druck befindet sich derzeit noch in einem frühen Entwicklungsstadium.

Das Georgia Institute of Technology hat seinen Sitz in Atlanta und gehört zu den führenden technischen Forschungs-Universitäten der USA.

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