Israels Steuerbehörde jagt Bitcoin-Händler in den Sozialen Medien

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Verschiedene lokale Zweigstellen von Israels Steuerbehörde haben Briefe an potentielle Bitcoin-Händler verschickt, welche dies nicht gemeldet haben. Die Behörde verlangt, dass die Empfänger ihre gesamten bisherigen Transaktionen und ihre aktuellen Guthaben angeben.

Zudem werden die Steuerzahler aufgefordert, alle ihre Konten bei Kryptobörsen und alle ihre Wallets aufzulisten, die sie jemals hatten, und ihre Handelseinnahmen zu melden. Darüber hinaus fordert die Behörde, dass die Leute offenlegen, ob sie im Krypto-Mining tätig sind.

Die Behörde ist offenbar sehr sicher, dass die betroffenen Bürger ihre Krypto-Aktivitäten bei der Steuererklärung verschwiegen haben. Einige Finanzämter halten sich erst gar nicht damit auf, dies zu prüfen, berichtet bitcoin.com.

Stattdessen werden die Leute einfach darüber informiert, dass sie jetzt als Betriebsinhaber Einkommenssteuern zahlen, Berichte rückwirkend bis 2013 ausfüllen, ausgeglichene Bücher führen und Gehälter an Mitarbeiter melden müssen.

Anfang dieses Jahres erklärte die Steuerbehörde, dass Bitcoin ein Vermögenswert ist, und dass jeder Händler die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent zahlen und jeder Unternehmer auch die Mehrwertsteuer von 17 Prozent entrichten muss.

Die Steuerbehörde sagte, dass sie aktiv nach Steuersündern sucht. Und weiter: „Wir empfehlen, dass diejenigen, die nicht registrierte Aktivitäten in diesen Bereichen durchführen, die bestehenden Kanäle nutzen, um ihre Probleme zu lösen, bevor sie die Unannehmlichkeiten ertragen müssen, die mit der Durchsetzung einhergehen.“

Zwar sagt die Behörde nicht, wie sie die Liste mit den Bitcoin-Händlern erhalten hat, die nun von ihr überprüft und zur Steuerzahlung aufgefordert werden.

Doch da die israelischen Banken sehr feindselig gegenüber Bitcoin-Geschäften sind, ist es wahrscheinlich, dass sie proaktiv alle eingehenden und ausgehenden Transaktionen mit bekannten Konten von Krypto-Börsen im Ausland als mögliche Geldwäsche und Steuerhinterziehung melden.

Zudem sagten mit der Steuerszene vertrauten Personen der israelischen Zeitung Globes, dass verdeckte Ermittler lokale Gruppen für Peer-to-Peer-Kauf und Verkauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf Facebook, Telegram und WhatsApp überwachen.

 

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