iHear: Neues Hörgerät wird an US-Bürgern getestet, erst dann Freigabe für China

Der Hörgeräte-Hersteller iHear testet sein neuestes Produkt erst an Amerikanern, bevor er es auf den chinesischen Markt bringt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Markt in China ist riesig - hier leben 1,4 Milliarden Menschen. (Foto: dpa)

Der Markt in China ist riesig – hier leben 1,4 Milliarden Menschen. (Foto: dpa)

Der US-Hörgeräte-Hersteller iHear testet sein neu entwickeltes Hörgerät zunächst in den USA, bevor er es auf den chinesischen Markt bringt. Das meldet das chinesische Technologie-Onlineportal „TechNode“. Hörgeräte werden in erster Linie von über 60-Jährigen benutzt, aber auch von Jüngeren verwendet. In den USA gibt es mehr Hörgeschädigte unter 60 als in China. Darum werden die ersten Tests in Amerika durchgeführt, bevor das Gerät auf den chinesischen Markt kommt. In erster Linie wird das Gerät in den USA zuerst getestet, weil viele ältere US-Bürger einen Computer besitzen, was in China nicht der Fall ist.

Dort soll es „in jeder Großstadt, jeder Kleinstadt, jedem Winkel von China erhältlich sein“, sagt der Gründer von iHear, Adnan Shennib. iHear wird bei seinem Vorstoß ins Reich der Mitte von chinesischen Investoren unterstützt.

Die Hörgeräte werden zusammen mit einem Software-Selbsttest-Kit geliefert. Diesen können die Hörgeschädigten nutzen, um festzustellen, wie ihr Gerät eingestellt werden muss. Diejenigen, deren Geräte Feinjustierungen benötigen (nach Schätzungen von iHear circa 15 Prozent), können sich telefonisch oder online von iHear beraten lassen.

China ist aufgrund seiner Einwohnerzahl von fast 1,4 Milliarden (was knapp 20 Prozent der Weltbevölkerung entspricht) für Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich ein besonders wichtiger Markt. Wenn das neue Hörgerät dort eingeführt ist, soll es auch in anderen Ländern angeboten werden. Derzeit haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mehr als 450 Millionen Menschen Probleme beim Hören. Im Jahr 2050 sollen es 900 Millionen sein.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.