EU-Finanzminister prüfen Bitcoin-Regulierung

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 4 min
08.09.2018 00:56
Zwar sei es unmöglich, Bitcoin selbst zu regulieren, so der Bericht für die EU-Finanzminister. Doch China habe gezeigt, dass man das Mining verbieten und Börsen dichtmachen kann.
EU-Finanzminister prüfen Bitcoin-Regulierung

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

Bericht empfiehlt EU-weite Regulierung von Kryptowährungen

Die Europäische Union sollte gemeinsame Regeln für Kryptowährungen festlegen und prüfen, wie neue digitale Einheiten an Anleger verteilt und anschließend gehandelt werden, heißt es in einem Bericht, der für EU-Finanzminister erstellt wurde.

In dem Bericht plädiert der Brüsseler Think-Tank Bruegel für die Regulierung von Krypto-Tauschbörsen auf EU-Ebene und für klarere Regeln für Initial Coin Offerings (ICOs). Das Dokument, aus dem Reuters zitiert, soll den Ministern vorgestellt werden, die sich am Freitag und Samstag in Wien treffen.

Der mögliche Ausbau des Krypto-Handels in Europa und das erhebliche Interesse an ICOs in den EU-Ländern, auf die gemessen an den Mitteln 30 Prozent des weltweiten Marktes entfallen, veranlassen die Aufsichtsbehörden nun zu einem genaueren Blick.

Die in Hongkong ansässige Krypto-Börse Binance, eine der größten der Welt, plant, nach dem Durchgreifen der chinesischen Behörden gegen die Industrie nach Malta zu ziehen, dem kleinsten Staat der EU.

Der Think-Tank Bruegel sagt, dass die Regulierung von Bitcoins als solche aufgrund ihres virtuellen Charakters nicht möglich ist, dass aber Unternehmen wie Börsen strengere Vorschriften erhalten oder sogar verboten werden könnten.

"Wie in China geschehen, können Mining-Betriebe verboten werden", heißt es in dem Dokument.

Die neuen EU-Vorschriften zur Geldwäsche werden die Kontrollen beim Krypto-Handel verstärken, dürften aber vor 2020 nicht in allen Mitgliedstaaten voll einsatzfähig sein. Die Regulierung des Plattformgeschäfts wird weitgehend den nationalen Behörden überlassen.

Unter Berufung auf den geplanten Binance-Umzug nach Malta sagte Bruegel, dass dies "nach Ansicht der Banken eine mögliche Regulierungsarbitrage nach einem heftigen Kampf gegen den Börsenhandel in einigen asiatischen Ländern bedeuten könnte".

In dem Bericht heißt es jedoch auch, dass Börsen, die nach Rechtssystemen mit leichterer Regulierung suchen, möglicherweise für einige Zeit toleriert werden müssten, "um zu experimentieren und mehr über die besten Ansätze für diese sich schnell entwickelnde Technologie zu erfahren".

Klarere Regeln für ICOs könnten ebenfalls nützlich sein, da bei den meisten Utility-Token zukünftige Services versprochen werden - ein Geschäft, das derzeit oft nicht reguliert ist. Lediglich der kleinere Anteil von ICOs, die Wertpapiere sind, fällt normalerweise unter die EU-Finanzvorschriften.

Weitere Meldungen

Goldman Sachs: Berichte über Krypto-Trading-Desk sind "Fake News"

  • Martin Chavez, Chief Financial Officer (CFO) von Goldman Sachs, sagte, dass die jüngsten Berichte, wonach das Unternehmen seine Pläne zur Eröffnung eines Trading-Desks für Kryptowährungen aufgegeben habe, "Fake News" seien.
  • Auf der TechCrunch Disrupt Conference in San Francisco sagte Chavez, dass Berichte über die Absichten des Unternehmens für einen Krypto-Trading-Desk unbegründet seien.
  • Gerüchte, dass Goldman Sachs bis Ende 2018 eine auf Krypto fokussierte Einheit einrichten wolle, wurden von Bloomberg im Dezember letzten Jahres erstmals gemeldet.

Fast 80 Prozent der Amerikaner haben von Kryptowährungen gehört

  • Knapp 50 Prozent der Millennials in den USA sind daran interessiert, Kryptowährungen als primäre Zahlungsform zu nutzen, anstatt den US-Dollar zu verwenden, fand eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov heraus.
  • 79 Prozent der Befragten haben von mindestens einer Art von Kryptowährung gehört, 71 Prozent geben an, von Bitcoin gehört zu haben.
  • Die Zahlen ändern sich etwas bei den Älteren, wobei nur 36 Prozent der Befragten insgesamt daran interessiert sind, Kryptowährungen als Zahlungsmethode zu verwenden.

Google ermöglicht Daten-Analyse der Ethereum-Blockchain

  • Der Internet-Suchgigant Google hat seine Big-Data-Analyseplattform BigQuery um Ethereum erweitert und bietet seinen Nutzern neue Möglichkeiten für die direkte Interaktion mit Ethereum-Daten.
  • Dieser Schritt kommt nur wenige Monate nach der Veröffentlichung der Bitcoin-Unterstützung in seinem Datenbank-Tool.
  • Daten aus dem Bitcoin-Netzwerk wurden im Jahr 2018 ebenfalls zu BigQuery hinzugefügt, und das Unternehmen bereitet auch die Freigabe anderer Blockchain-bezogener Tools vor.

Krypto-Börse Coinbase erwägt Bitcoin-ETF, fragt BlackRock um Rat

  • Die in San Francisco ansässige Krypto-Börse Coinbase erwägt Berichten zufolge, einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) in sein Arsenal aufzunehmen und hat mit der weltweit größten globalen Investment-Management-Firma BlackRock Inc. Gespräche geführt.
  • Alle Augen richten sich auf die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), ob diese die Bitcoin-ETF-Vorschläge von einer Handvoll Wertpapierfirmen billigt oder ablehnt.
  • Coinbase führte eine Reihe von Gesprächen mit Führungskräften aus der Blockchain-Sparte von BlackRock, in der Hoffnung, wertvolle Einblicke in die Branche und das Know-how eines Unternehmens zu erhalten, das im ETF-Bereich tief verwurzelt ist und eine Reihe von ETFs über seine Tochtergesellschaft iShares anbietet.

Coinbase bietet Briten Handel zwischen Pfund und vier Altcoins

  • US-Kryptowährung Coinbase wird den Handel von vier weiteren Kryptowährungen für britisches Pfund Sterling (GBP) am Freitag eröffnen.
  • Nach einem Deal mit der britischen Bank Barclays, der im März den Zugang zum Faster Payments-Netzwerk des Landes öffnete, können die Einwohner nun Altcoins Ethereum (ETH), Ethereum Classic (ETC), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) für GBP handeln , zusätzlich zum vorhandenen Bitcoin (BTC).
  • Coinbase war die erste Cryptocurrency-Börse, die Faster Payments durch den Barclays-Deal nutzte, was dazu führte, dass Kontoeinzahlungen und -abhebungen deutlich niedrigere Gebühren und schnellere Bearbeitungszeiten mit sich brachten.

Usbekistan legalisiert Krypto-Börsen und Handel

  • Ein neues Präsidialdekret legalisiert den Handel mit Kryptowährungen in Usbekistan und führt die Lizenzierung für Krypto-Börsen sowie eine Reihe von Anforderungen ein, denen sie nachkommen müssen.
  • Um im Land operieren zu können, müssen ausländische Handelsplattformen lokale Tochtergesellschaften gründen und sich an die einschlägigen Gesetze des Landes halten.
  • Die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Legalisierung von Erträgen aus Straftaten und Terrorismusfinanzierung wird von der Genehmigungsbehörde, der Nationalen Agentur für Projektmanagement unter dem Präsidenten und anderen einschlägigen staatlichen Institutionen überwacht.

Winklevoss-Brüder erhalten Patent für Krypto-Schlüssel-Lager- System

  • Die Gründer der Krypto-Börse Gemini, Cameron und Tyler Winklevoss, haben ein Patent für eine Kühllagermethode erhalten, die Rechner mit Luftspalt, geographisch entfernte Tresore, Plastikkarten und möglicherweise Papyrus umfasst.
  • Das Dokument, das vom amerikanischen Patent- und Markenamt veröffentlicht wurde, beschreibt den Plan, ein Computernetz zu entwickeln, das Konten für die Speicherung von Kryptowährungen oder kryptowährungsbezogenen börsengehandelten Produkten (ETPs) generieren kann.
  • Im Rahmen einer Sicherheitsmaßnahme würden die Computer isoliert werden, außer wenn es notwendig wäre, Vermögenswerte zu übertragen.

Meldungen vom 06.09.

Meldungen vom 05.09.

Meldungen vom 04.09.

Meldungen vom 03.09.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.


Mehr zum Thema:  

DWN
Marktbericht
Marktbericht Wann platzt die Immobilienblase?

Immobilien – Clever oder risikoreich in 2020?

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Von Bio-Kampfstoffen ausgelöst? Corona-Virus könnte sich zur globalen Epidemie ausweiten

DWN-Korrespondent Michael Bernegger hat - mit gewohnter Gründlichkeit - die neuesten Entwicklungen im Fall "Corona-Virus" analysiert....

DWN
Deutschland
Deutschland Verkauf der Aufzugssparte von Thyssenkrupp auf der Zielgeraden

Bekannt ist Thyssenkrupp für Stahl. Geld verdient der Konzern momentan aber fast nur im Geschäft mit Aufzügen. Weil sich die Finanzlage...

DWN
Deutschland
Deutschland Schein-Ehen bereiten deutschen Ämtern zunehmend Probleme

Kuppler verheiraten immer wieder wildfremde Menschen. Sie verdienen an denjenigen, die sich illegal ein Bleiberecht erkaufen wollen. Ein...

DWN
Politik
Politik Türkei verlegt Luftverteidigungs-System und Langstrecken-Raketen nach Syrien

Die Türkei hat eine unbekannte Anzahl von Luftverteidigungs-Sytemen und Langstreckenraketen mit kurzer Reichweite in die syrische Provinz...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung beschließt Pflicht zur Passwort-Herausgabe an Ämter und Behörden

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der nicht nur soziale Netzwerke, sondern etwa auch Online-Spiele und Dating-Apps...

DWN
Finanzen
Finanzen Plötzlicher massiver Gold-Abfluss aus Großbritannien wirft Fragen auf

In den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres registrierten die britischen Behörden massive Exporte von Edelmetallen ins Ausland....

DWN
Deutschland
Deutschland Wahrscheinlich Anschlag: Auto fährt in Nordhessen in Karnevalsumzug, zahlreiche Verletzte

Während des Rosenmontagsumzugs fährt ein Auto im nordhessischen Volkmarsen in eine Menschenmenge. Mehrere Menschen werden verletzt.

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo-Index: Geschäftsklima in Deutschland hellt sich überraschend auf

Die deutsche Wirtschaft scheint von der Entwicklung rund um das Coronavirus unbeeindruckt.

DWN
Deutschland
Deutschland Düsseldorfer Rosenmontagszug startet mit Rekordgröße

Ein Wagen thematisiert Thüringen: FDP und CDU heben den rechten Arm von AfD-Fraktionschef Björn Höcke zum Hitlergruß.

DWN
Finanzen
Finanzen Massiver Kurs-Einbruch erschüttert den deutschen Aktienmarkt

Aus Sorge vor den Auswirkungen des Coronavirus in Europa ziehen sich Anleger in großem Stil aus deutschen Aktien zurück.

DWN
Politik
Politik EZB plant Bürger-Versammlungen für mehr Kontakt zu den Menschen

Mit einer Serie von Bürger-Veranstaltungen will die EZB den direkten Kontakt zu den Menschen suchen und erfahren, was sie über Inflation...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Rekordhohe Schulden der Unternehmen bedrohen das globale Finanzsystem

Die Anleiheschulden der weltweiten Unternehmen haben ein neues Rekordniveau erreicht. Die OECD sieht in diesem Zusammenhang eine Bedrohung...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zahl der Toten in China steigt sprunghaft, Fehlalarm am Brenner

Ein Corona-Fehlalarm legt den Zugverkehr am Brenner lahm. China meldet mehr Tote als je zuvor an einem Tag. Italien ergreift radikale...

DWN
Deutschland
Deutschland Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland steigt

Die beiden Onlinevermittler Meinauto.de und Carwow haben in den vergangenen Monaten kräftige Zuwächse bei Elektroautos und Hybriden...

celtra_fin_Interscroller