EZB will keine digitale Währung einführen

Nach Ansicht von EZB-Präsident Mario Draghi bedarf die Blockchain-Technologie noch einer erheblichen Weiterentwicklung.

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EZB-Präsident Mario Draghi und Vizepräsident Luis de Guindos am Donnerstag in Frankfurt (Foto: dpa)

EZB-Präsident Mario Draghi und Vizepräsident Luis de Guindos am Donnerstag in Frankfurt (Foto: dpa)

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Mario Draghi: EZB hat nicht vor, eine digitale Währung auszugeben

Die Europäische Zentralbank hat nicht vor, eine digitale Währung auszugeben, da die zugrunde liegende Technologie noch immer fragil ist und die Verwendung von physischem Bargeld in der Eurozone nach wie vor hoch ist, sagte der EZB-Präsident am Freitag.

Die Zunahme von Kryptowährungen wie Bitcoin hat eine globale Debatte darüber ausgelöst, ob die Zentralbanken ihr eigenes digitales Geld auflegen sollten. Dies würde den Inhabern einen direkten Anspruch gegenüber der Zentralbank geben. Das Bankensystem würde dabei übergangen, was möglicherweise die Geldpolitik revolutionieren könnte.

Schwedens Riksbank prüft derzeit, ob sie eine elektronische Version ihrer Währung, genannt e-krona, ausgeben soll, um damit auf den schwindenden Einsatz von Banknoten und einen Anstieg der elektronischen Zahlungen in diesem Land zu reagieren.

Doch nach Ansicht von EZB-Präsident Mario Draghi ist die Zeit für eine solche Veränderung in der Eurozone noch nicht reif. „Die EZB und das Eurosystem haben derzeit keine Pläne, eine digitale Währung der Zentralbank auszugeben“, sagte er in einem Brief an ein Mitglied des EU-Parlaments.

Draghi fügte hinzu, dass Technologien wie „Distributed Ledgers“ eine substantielle Weiterentwicklung erfordern und dass er kein „konkretes Bedürfnis“ sehe, einen digitalen Euro auszugeben.

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