Frankreichs Bauern kündigen Proteste gegen Macron an

 

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05.12.2018 14:04
Die größte Bauern-Gewerkschaft in Frankreich hat Proteste gegen Staatspräsident Macron angekündigt.
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Die Proteste gegen die Regierung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weiten sich aus: Nach "Gelbwesten" und Schülern wollen erstmals auch die Landwirte auf die Straße gehen. Die größte Bauern-Gewerkschaft FDSEA kündigte am Mittwoch für die gesamte kommende Woche Demonstrationen an verschiedenen Orten an.

Gewerkschaftschefin Christiane Lambert beklagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ein "Bauern-Bashing" durch die Regierung und zu hohe finanzielle Belastungen. Die Landwirte fühlten sich unter anderem durch das Vorgehen der Regierung gegen den Unkrautvernichter Glyphosat "gedemütigt", sagte Lambert.

Das Mittel ist umstritten, es wird für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Glyphosat gehört zum Leverkusener Bayer-Konzern, seitdem dieser das US-Unternehmen Monsanto übernommen hat.

Vereinzelt hatten sich französische Landwirte in den vergangenen zweieinhalb Wochen bereits den Protesten von "Gelbwesten" gegen die Ökosteuer auf Sprit angeschlossen, die die Regierung nun für sechs Monate aussetzen will. Es handelt sich aber um den ersten Aufruf einer Gewerkschaft.

Die FDSEA (Fédération Nationale des Syndicats d’Exploitants Agricoles, Nationaler Verband der Bauern-Gewerkschaften) ist nach eigenen Angaben ein Dachverband mit mehr als 210.000 Mitgliedern aus allen Bereichen der Landwirtschaft.

Präsident Macron rief alle Demonstranten zur Ruhe auf, wie Regierungssprecher Benjamin Griveaux nach einer Kabinettssitzung sagte. "Manchen geht es nur noch um ein Ziel: die Republik anzugreifen", zitierte der Sprecher den Staatschef. In Paris und an anderen Orten hatte es zuvor schwere Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten und Sachschäden in Millionenhöhe gegeben.

Für Samstag haben "Gelbwesten" zu neuen Protesten in der französischen Hauptstadt aufgerufen - unter anderem vor Macrons Amtssitz, dem Elysée-Palast. Die Regierung hat angekündigt, landesweit mehr als 65.000 Sicherheitskräfte zu mobilisieren.


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