Finanzen

NordLB: Steuerzahler und Sparkassen schießen Milliarden zu

Lesezeit: 1 min
09.04.2019 17:19
Die NordLB wird mit Milliarden der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und der Sparkassen stabilisiert.
NordLB: Steuerzahler und Sparkassen schießen Milliarden zu

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die alten und neuen Eigentümer der NordLB haben die Rettung der dringend auf Kapital angewiesenen Landesbank endgültig auf den Weg gebracht. Niedersachsen und das Sparkassen-Lager hätten sich auf eine gemeinsame Grundlagenvereinbarung zur Vorlage bei der Europäischen Zentralbank verständigt, sagte der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers am Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. "Jetzt müssen wir grünes Licht von der EU-Kommission bekommen." Die Brüsseler Behörde werde nun eine beihilferechtliche Prüfung der Kapitalmaßnahmen vornehmen.

Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) bestätigte die Einigung. Das Eckpunktepapier für die Stützung des Instituts aus Hannover umfasst Finanzspritzen über insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro sowie das künftige Geschäftsmodell. Vorige Woche einigten sich die Beteiligten auf Grundzüge für den NordLB-Umbau, mussten aber noch Details klären.

Wegen fauler Schiffskredite muss die Bank mit viel Geld gerettet werden. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schießen 1,7 Milliarden Euro zu und das Sparkassen-Lager 1,1 Milliarden Euro. Zudem stellt Niedersachsen Abschirmungen über etwa vier bis fünf Milliarden Euro für Kredite bereit, die das Kapital der Bank um 800 Millionen Euro entlasten.

Die Bilanzsumme soll von 154 auf etwa 95 Milliarden Euro schrumpfen. Zudem steigt die Bank aus Schiffsfinanzierungen aus. Faule Kredite der Sparte hatten 2018 für den Rekordverlust von knapp 2,4 Milliarden Euro gesorgt. Die Bank selbst will 2020 wieder Gewinn machen. Aufsichtsratschef Hilbers jedoch hatte vorige Woche gesagt: "Ich gehe davon aus, dass wir ab 2021 wieder im Status sind, dass wir auch Gewinne machen."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutsche Bank warnt vor explodierender Inflation - "Weltwirtschaft sitzt auf einer Zeitbombe"

Der globale Chef-Ökonom der Deutschen Bank sieht den Anbruch einer gefährlichen neuen Phase der Wirtschaftspolitik gekommen, da die...

DWN
Finanzen
Finanzen Bernegger analysiert: Die Inflation ist da - und sie wird schlimmer werden

DWN-Kolumnist Michael Bernegger zeigt auf, wie sich die Inflation entwickeln wird.

DWN
Deutschland
Deutschland Spielerberater: „Auch die Vereine profitieren von uns“

Spielerberater haben generell nicht den besten Ruf. Zu Unrecht, findet Thies Bliemeister. Im Interview mit den DWN erläutert der Inhaber...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland braucht mehr Strom als berechnet – was bedeutet das?

Bei den bisherigen Annahmen, wie viel Strom das Land braucht, liegt man ordentlich daneben. Doch wie soll der erhöhte Strombedarf gedeckt...

DWN
Politik
Politik USA und Russland werden die Arktis unter sich aufteilen

In der Arktis werden die USA und Russland die EU und China voraussichtlich verdrängen. Deutschland könnte sich dennoch an...

DWN
Technologie
Technologie Bayerische Hightech-Schmiede bekämpft mit Mikroorganismen den Klimawandel - und begeistert neue Investoren

Viele Produkte, die wir täglich anwenden, basieren auf Petrochemie, beispielsweise Arzneimittel oder Kleidungsstücke. Bei ihrer...

DWN
Politik
Politik Biden reicht Putin die Hand - um gemeinsam gegen China vorzugehen

Joe Biden verfolgt auf seiner Europa-Reise nur ein Ziel: Eine amerikanisch-europäisch-russische Allianz gegen China zu schmieden. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Bernegger analysiert: Droht uns die Inflation?

DWN-Kolumnist Michael Bernegger analysiert die konjunkturelle Lage.