Peking reagiert besonnen

Neue Sonderzölle: Trump heizt den Handelsstreit mit China wieder an

US-Präsident Donald Trump hat neue und höhere Sonderzölle auf chinesische Waren angekündigt und den Handelsstreit mit dem Reich der Mitte damit aufs Neue angeheizt. Peking reagieren besonnen.

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US-Präsident Donald Trump (l) trifft Chinas Vizeministerpräsidenten Liu He (r) im Weißen Haus im Januar dieses Jahres. (Foto: dpa)

Gespräch im Weißen Haus: US-Präsident Donald Trump (l) und Chinas Vizeministerpräsident Liu He (r) im Januar dieses Jahres. (Foto: dpa)

Trotz der Ankündigung neuer Sonderzölle durch US-Präsident Donald Trump will China vorerst an weiteren Handelsgesprächen mit den USA festhalten. „Das chinesische Verhandlungsteam bereitet sich darauf vor, zu Verhandlungen in die USA zu reisen“, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag in Peking auf Fragen von Journalisten. Allerdings wollte der Sprecher selbst auf wiederholte Nachfragen den bisher ins Auge gefassten Termin nicht bestätigen. Ursprünglich waren die Gespräche in Washington für diesen Mittwoch geplant. Zudem erwähnte Geng Shuang nicht ausdrücklich, ob der Chefunterhändler, Vizepremier Liu He, die Delegation anführen werde.

„Wir sammeln Informationen über die Lage“, sagte der Sprecher auf Fragen der Journalisten zu der neuen Verhandlungsrunde und dem geplanten Termin. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass China eine Absage oder Verschiebung der Verhandlungen erwäge.

Die neue Runde ist fraglich geworden, da Trump am Sonntag überraschend angekündigt hatte, von Freitag an die bereits geltenden Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar von bisher zehn auf 25 Prozent zu erhöhen. Er drohte zusätzlich mit einer Ausweitung 25-prozentiger Sonderzölle auf alle Einfuhren aus China.