Sinken die Preise?

EU unterzeichnet Luftfahrt-Abkommen mit China

Die EU möchte den Luftverkehr zwischen Europa und China vereinfachen.

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Der Flughafen Frankfurt bei Nacht. (Foto: dpa)

Der Flughafen Frankfurt bei Nacht. (Foto: dpa)

Europäische Fluggesellschaften können künftig leichter Flüge nach China anbieten. Das sieht ein neues Flugabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Volksrepublik vor, das am Montag unterzeichnet wurde. Wie die EU-Kommission mitteilte, erkennen die Vertragspartner ferner gegenseitig bestimmte Sicherheitsstandards an.

Europäische Airlines dürfen künftig auch von den Flughäfen eines anderen EU-Mitgliedsstaats Richtung Reich der Mitte abheben. Bislang war das nur aus dem Heimatland der jeweiligen Fluggesellschaft möglich. Behörden auf beiden Seiten müssen dem Abkommen allerdings noch zustimmen. Im Jahr 2017 flogen zehn Millionen Passagiere zwischen der EU und China. Der Verkehr wächst im Jahr um sieben Prozent.

In Flugrechteabkommen regeln zwei Staaten üblicherweise, wie häufig ihre jeweiligen Airlines das andere Land anfliegen und auf welchen Flughäfen sie landen dürfen. Früher haben die EU-Staaten die Verträge direkt mit Drittländern besiegelt. Mittlerweile liegt die Kompetenz dafür bei der EU-Kommission, die stellvertretend für die 28 Unionsländer verhandelt. Im März schloss die Brüsseler Behörde bereits ein sehr weitreichendes Abkommen mit dem Golfemirat Katar. Nach früheren Aussagen von mit der Sache vertrauten Personen ist ein solcher Deal auch mit dem Asean-Verband südostasiatischer Nationen auf der Zielgeraden.

«Wir sind beide gegenseitig daran interessiert, Europa und Asien besser zu verbinden und es einfacher zu machen, Güter, Dienstleistungen und Menschen zwischen Europa und China zu bewegen», sagte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc.

Die Brüsseler Behörde rechnet damit, dass in den ersten acht Jahren des Abkommens wirtschaftliche Vorteile von insgesamt 3,5 Milliarden Euro für beide Seiten herausspringen sowie 11 000 Jobs entstehen.